Tales of Phantasia

Hier könnt ihr eure Reviews zu aktuellen oder Retrospielen posten.
Benutzeravatar

Themenstarter

NegCon
Beiträge: 8401
Registriert: 30.10.2002, 14:40
Wohnort: Bayern
Gender: Male
Kontaktdaten:

Tales of Phantasia

Beitragvon NegCon » 22.05.2007, 11:39

Hier mal ein kleines Review zur GBA-Version von Tales of Phantasia, eines meiner Meinung nach der Spiele die leider etwas untergegangen sind.

Wie ja bereits bekannt sein sollte, ist Tales of Phantasia der erste Teil der „Tales-of“-Reihe und erschien am 15.12.1995 in Japan als eines der sehr wenigen Spiele auf dem SNES (imo das Einzige neben Star Ocean) auf einem 48 MBit-Modul. Am 28.12.1998 erschien ebenfalls eine mit Animesequenzen erweiterte und überarbeitete PSX-Fassung, die genau wie die Originalversion nur in Japan erschienen ist. Des Weiteren wird demnächst auch eine Fassung für PSP veröffentlicht, die meines Wissens nach, ein Port der PSX-Fassung ist. Wie dem auch sei, am 31.03.2006 hat Nintendo den Titel auch endlich nach Europa gebracht und diesmal sogar komplett lokalisiert, sprich auf dt. übersetzt (die US- und EU-Version erschien im Vergleich zur Jap.-Version mit 3-jähriger Verspätung). Bei der GBA-Version handelt es sich allerdings nicht um einen 1:1-Port der SNES-Fassung sondern diese wurde speziell an den Handheld angepasst. Die Grafik und vor allem das Charakterdesign wurden verändert, um es vermutlich an das kleinere Display anzupassen. Leider gingen dabei ein paar Effekte verloren wie es scheint. Da ich aber das SNES-Original nur vor ein paar Jahren sehr kurz angespielt habe kann ich da nichts Näheres dazu sagen. Was mir allerdings spontan aufgefallen ist, dass die Wasserspiegelungen nicht mehr vorhanden sind wenn man an einem See oder Fluss vorbei rennt, aber ansonsten könnte ich keine Unterschiede genau benennen.

Zur Grafik kann man eigentlich auch nur sagen, dass sie trotz der Veränderungen sehr gelungen und z. T. auch recht detailiert ausgefallen ist. Zumindest kam bei mir beim spielen absolut das alte SNES-Feeling auf. Allerdings gibt’s auch einen Kritikpunkt, denn an seltenen Stellen im Spiel, vor allem am Anfang, wird weißer Text eingeblendet der die Story erzählt bzw. von Personen aus dem Off stammt und den man meist nur sehr schwer oder stellenweise gar nicht lesen kann, weil der Hintergrund eine ungünstige Farbe hat. Da hätte ich mir bei den Buchstaben eine schwarze Umrandung gewünscht um die Buchstaben klar erkennen zu können. Aber wie gesagt, solch ein Text erscheint nur am Anfang und gegen Ende an sehr wenigen Stellen und stört nicht weiter.

Was die Musik anbelangt bekommt man hier ebenfalls feinste SNES-artige Kost serviert. Die einzelnen Stücke wirken nie nervig oder fehl am Platz. Zwar kritisieren viele dass die Sprachsamples während der Kämpfe, die bei der EU-Version die Selben sind wie bei der US-Fassung, im jap. GBA-Original viel passender und besser sind, aber da ich nur das EU-Modul kenne kann ich dazu keine Aussage machen. Für mich passen die Stimmen auf jeden Fall sehr gut zu den jeweiligen Charakteren.

Wer schon einmal ein Spiel der „Tales-of“-Reihe gespielt hat, dem wird das Kampfmenü sehr bekannt vorkommen. In gewohnter Weise wird dort in Echtzeit durch Beat’em Up-artige Attakten angegriffen, wobei ich das Ganze ziemlich ansprechend und relativ unkompliziert fand. Den Partymitgliedern, die man nicht benutzt, kann man Verhaltensweisen zuordnen die sich auch strikt befolgen, also von der Seite gibt es keine Probleme. Ansonsten gestaltet sich das Ganze wie es in typischen Old-Skool-RPGs üblich ist. Man besucht Städte oder andere Locations, kauft in Läden oder von Personen neues Equipment, redet mit Leuten und folgt Hinweisen um die Story voran zu treiben.

Schon sind wir beim nächsten Thema, die Geschichte von Tales of Phantasia. Die Story ist ca. 4.000 Jahre nach Tales of Symphonia angesiedelt. Hauptprotagonist des Ganzen ist ein Junge namens Cress, der in dem kleinen Dorf Toltus lebt in dem auch sein Freund Chester sein Zuhause hat. Zu Begin des Spiels begeben sich beide in einem nahe gelegenen Wäldchen auf Wildschweinjagd. Nachdem Cless sich immer weiter in den Wald hinein wagt steht er plötzlich vor einem großen Baum, der vor langer Zeit einmal beschädigt worden sein muss (Spoiler für alle die Tales of Symphonia noch nicht durchgespielt haben)
Spoiler: Anzeigen
(dabei handelt es sich um den Manabaum der am Ende von ToS entstanden ist)
. Vor dieser Esche stehend überkommt Cless eine Vision die jenen Platz vor 100 Jahren zeigt. In diesem Moment hören die beiden Freunde die Alarmglocken ihres Dorfes. Als die Beiden nun zurückkehren ist es allerdings schon zu spät. Das Dorf wurde zerstört und sämtliche Bewohner getötet, darunter auch Cless’ Eltern und Chesters Schwester. Von der sterbenden Mutter erfährt Cless, dass jemand hinter seinem Medallion, das er zwei Jahre zuvor an seinem 15. Geburtstag von seinem Vater geschenkt bekommen hat, her ist. Da Chester noch die Toten beerdigen will, macht sich Cless alleine auf dem Weg in das nahe gelegene Städtchen Euclid um dort seinen Onkel Olson aufzusuchen….. so beginnt Story von ToP die ja nachdem ob ihr Side-Quests macht oder nicht auf ca. 50 Std. und mehr auf Trab halten wird.

Was übrigens die Side-Quests angeht so ist ToP ordentlich damit voll gespickt und es lohnt sich eigentlich immer diese weiter zu verfolgen. Zum einen können dabei Waffen und Rüstungen herausspringen die weitaus besser sind als das was ihr zum jeweiligen Zeitpunkt in den Läden kaufen könnt, in einigen Fällen springt sogar noch etwas mehr heraus. Auf jeden Fall gewinnt ihr dadurch Erfahrung und könnt so ordentlich aufleveln. Außerdem sollte man, wenn das Geld einmal nicht reicht, vor der Stadt solange kämpfen bis man genug „Gald“, wie Währung von ToP (und den anderen To-Spielen) zusammen hat um sich die besten Waffen und Rüstungen leisten zu kennen. So sollte man auch automatisch immer gut gelevelt sein um ohne größere Probleme durch das Spiel zu kommen. In meinem Fall musste ich im gesamten Spiel nur einmal, relativ zu Beginn, vor einer Stadt, etwas leveln, ansonsten reichte mir das Geld eigentlich immer. Rennt man allerdings einfach nur so durch das Spiel, wird man früher oder später evtl. massive Probleme mit der Stärke der Gegner bekommen.

Mein Fazit ist eigentlich eindeutig. Wenn man nur etwas gefallen an den To-Spielen hat, dann sollte man sich ToP eigentlich nicht entgehen lassen. Das Spiel wird vielerorts im Internet vor allem von den Leuten schlecht geredet die das jap. SNES-Original kennen, von daher, wenn man dieses noch nie gespielt hat, dürfte einem nichts Negatives an der Grafik oder am Sound auffallen. Von daher nicht abschrecken lassen, ansonsten verpasst man imo nur eines der besten RPGs für den GBA.
Bild
NinRetro - Die Seite für Retro-Games
<<< Powered by NegCon 2001 - 2020 >>>

Benutzeravatar

niche
Beiträge: 1519
Registriert: 30.03.2006, 12:59
Gender: Male

Beitragvon niche » 22.05.2007, 20:10

Erstma schönes Review Negcon :ok: Ich habe mal ToP uffm SNES angefangen und kurz danach uffm GBA und da sind mir zb eben die technischen bzw grafischen Unterschiede aufgefallen. Ist jetzt nicht so gravierend weils en sehr gutes RPG ist. Ich bin ja mehr oder weniger auch ein Fan von dem KS was die To-Reihe schon seit ewigkeiten prägt aber ToP habe ich bis jetzt nur relativ kurz angespielt. Das Game wird wohl wie andere Teile der Serie eben ab und zu einen mit den zufallskämpfen derb überraschen besonders mit Hinterhaltangriffen (und dann gleichzeitig mit hammer Gegnern) NAchdem ich ToE ma irgendwann durchgespielt habe werde ich mir aber mal ToP genauer anschauen

Benutzeravatar

Themenstarter

NegCon
Beiträge: 8401
Registriert: 30.10.2002, 14:40
Wohnort: Bayern
Gender: Male
Kontaktdaten:

Beitragvon NegCon » 22.05.2007, 20:32

Manche reden immer so, als ob die GBA-Version total grottig aussehen würde, was imo auch gar nicht stimmt. Sieht ausgezeichnet aus und ist imo nicht generell eine Verschlechterung sondern einfach nur vom Stil her bisschen anders. Aber wie du schon geschrieben hast @niche, so oder so, ein ausgezeichnetes RPG. :)

Btw. ich hab' vergessen, dass die GBA-Version auch exklusive Features hat, es gibt da jetzt auch Köche und man kann Zeug kochen wenn man die jeweiligen Rezepte gefunden hat. ;)
Bild
NinRetro - Die Seite für Retro-Games
<<< Powered by NegCon 2001 - 2020 >>>

Benutzeravatar

Metti
Beiträge: 2590
Registriert: 14.08.2006, 00:18
Gender: None specified

Beitragvon Metti » 22.05.2007, 21:09

sehr gutes review :ok:
Zuletzt geändert von Metti am 22.05.2007, 21:09, insgesamt 2-mal geändert.
Bild

Benutzeravatar

Themenstarter

NegCon
Beiträge: 8401
Registriert: 30.10.2002, 14:40
Wohnort: Bayern
Gender: Male
Kontaktdaten:

Beitragvon NegCon » 26.05.2007, 23:50

Kaufen Leute, kaufen! :D
Bild
NinRetro - Die Seite für Retro-Games
<<< Powered by NegCon 2001 - 2020 >>>

Benutzeravatar

Metti
Beiträge: 2590
Registriert: 14.08.2006, 00:18
Gender: None specified

Beitragvon Metti » 27.05.2007, 01:23

mein geldbeutel streikt da momentan ein wenig :(. juni kommt forza2, colin, RE4, mario party, overlord, da wirds sehr eng mit der kohle. kann mir ohnehin nicht alle aufgezählten games holen, zudem mir die zeit zum spielen auch noch fehlt. FFIII liegt auch mit ~10 stunden spielzeit rum, das hat jetzt mal RPG priorität bei mir :)
Bild

Benutzeravatar

Themenstarter

NegCon
Beiträge: 8401
Registriert: 30.10.2002, 14:40
Wohnort: Bayern
Gender: Male
Kontaktdaten:

Beitragvon NegCon » 13.07.2010, 23:54

Durch Zufall habe ich jetzt wieder diesen alten Thrad gefunden... hab' ihn jetzt mal in den Review-Bereich verschoben in den er besser passt und den es damals noch nicht gab. :)

Da ich damals keine Bewertung abgegeben habe, würde ich jetzt im Nachhinein wohl eine 9/10 vergeben... mit Tendenz zu 9,5. ;) Hat mir damals sehr viel Spaß gemacht das Spiel. :)
Bild
NinRetro - Die Seite für Retro-Games
<<< Powered by NegCon 2001 - 2020 >>>


Zurück zu „Reviews“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast