Wandlung der Heimkonsolen

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Black Diamond
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Wandlung der Heimkonsolen

Beitragvon Black Diamond » 10.07.2016, 12:42

In einem anderen Thread hat es NinSeNecSoMi mal leicht angeschnitten. Zitat: "Klein, rot/schwarz, raue Oberfläche - so richtig retro und viel geiler als dieses Apple imitierende, sterile, weiße Hochglanzgedöns."

Genau wegen der angesprochenen Eigenschaften wollte ich die Wii mini auch seiner Zeit haben.
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Ich wollte mir für noch mehr Retro-Charme dieses Decal hier kaufen. Das hätte es voll gebracht! :boogie:
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Hhmm...ich habe Heute Morgen mal so ein bisschen in der Geschichte von Nintendo gestöbert. Dabei ist mir das japnische Famicom aufgefallen.
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Die Controller konnte man in eigens dafür gemachte Schlitze an den Seiten hineinstecken. Damals wie Heute genial und nützlich. Besonders aufwendig kann das in der Produktion nicht gewesen sein. Schon unser NES hatte zwei Jahre später keine Schlitze mehr und die Controller lagen wild in der Gegend herum. Das stört mich Heute noch und so mußte ich für meine beiden PS4-Controller einen "Stand" kaufen.
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Mal abgesehen vom Design was ja immer streitbar bleibt, geht in meinen Augen auch die Nutzbarkeit immer mehr flöten. Ich mag das Design der PS4 nicht. Noch schlimmer finde ich die in einer Rille an der Vorderseite liegenden USB-Ports. Klar kann man sagen: "...wie oft muß man da schon ran?" Aber wenn man sich kein externes Ladegerät für die Controller besorgt, muß man ja in diese Ports das Kabel stecken. Ich bin offenbar auch nicht der einzige der die Lage der Dinger beschissen findet. Es gibt sogar extra einen USB-Hub für die PS4, in dem blöden schrägen Design.
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Heute sollen die Konsolen offenbar als Designerstücke gesehen werden. Vielleicht um damit die hohen Preise zu rechtfertigen? Wer weiß. Ich fand die alten Konsolen gar nicht so schlecht. Weder von der Materialanmutung, noch von dem allgemeinen Design. Mal abgesehen von dem Ausbleichen einiger Konsolen (PS1, NES und SNES neigten sehr stark dazu).

Ich neige auch zu NinSeNecSoMi´s Meinung. Wie seht ihr das?
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NegCon
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Re: Wandlung der Heimkonsolen

Beitragvon NegCon » 10.07.2016, 12:52

Das Slot-In-Laufwerk der PS4 ist mMn auch bisschen blöd in der Rille angebracht. Wenn die Disc ausgeworfen wird, ist es immer bisschen fummelig, die rauszubekommen, bzw. ins Loch der Disc zu fassen um sie vollständig rauszuziehen. Zumindest bei meiner Revision der Konsole (die im letzten Sommer erschienen ist und bei der der obere Teil nicht mehr hochglanz ist), ist das Gehäuse aus äußerst dünnem und mMn sehr billigen Plastik gemacht (könnte man wohl mit Leichtigkeit mit dem Daumen eindrücken, wenn man wollte)... hatte bisher noch keine Konsole, die sich so billig anfühlte... selbst die WiiU fühlt sich im Vergleich DEUTLICH massiver und wertiger an.

Apropos WiiU ... hochglanzoptik bei einer Konsnole ist bei mir eigentlich auch ein no-go. Muss die Konsole immer mit einem Tuch abdecken, weil ich befürchte, dass sonst (ob man will oder nicht) schnell Kratzer in die empfindliche Oberfläche kommen, allein durchs regelmäßige Staubabwischen. Die klassischen Konsolen-Designs mit ihrer rauen Oberfläche und dem stabilen Plastikgehäuse, waren mir da viel lieber. Von mir aus kann Nintendo die NX in ein NES-atigen Gehäuse packen... wäre mir lieber als die modernen Designs. ;)

Btw. ist das so, dass NES-Gehäuse vergilben? Bei SNES und DC z.B. kommt das vor, das weiß ich bzw. bin da auch teilweise betroffen, aber mein NES (Pre-1990-Modell im Bundle mit Ice Climber und glatter Oberseite) hat das Problem (bis jetzt) noch nicht. Wobei das auch auf einmal plötzlich kommen kann, hab ich jetzt schon ein paar Mal erlebt. Z.B. als ich letztes Jahr wegen der Retrode meine alten SNES-Controller hervorgekramt habe, musste ich auch zu meinem Erstaunen ferststellen, dass beide erkennbar vergilbt sind, was vor ein paar Jahren noch nicht der Fall war. Was aber zum Glück beim Zocken nicht stört. :D
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Re: Wandlung der Heimkonsolen

Beitragvon Panda » 10.07.2016, 13:44

Also rein vom Design haben mir das N64, der Game Cube als auxh die Dreamcast am besten gefallen. Wii und Wii U wurden ja bewusst unscheinbar, klein und "erwachsen" designt. Von der Wertigkeit sind eigentlich alle Nintendo Konsolen immer absolut top gewesen, ich hatte nicht einen einzigen Ausfall bisher und das will schon etwas heißen. Die Wii U bekommt in das schwarze Hochglanzgehäuse schnell Kratzer und das SNES vergilbt aber damit kann man gut leben.

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Black Diamond
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Re: Wandlung der Heimkonsolen

Beitragvon Black Diamond » 12.07.2016, 22:10

Panda hat geschrieben:Source of the postVon der Wertigkeit sind eigentlich alle Nintendo Konsolen immer absolut top gewesen, ich hatte nicht einen einzigen Ausfall bisher...


Da hast du etwas richtig gutes angesprochen. Auch mir ist nicht ein einziger Defekt einer Nintendo-Konsole oder Handhelds begegnet, nicht bei mir und auch nicht im Freundeskreis. Es heißt zwar das bei einigen DS-Modellen die Schaniere gebrochen sein sollen oder beim Advance SP, aber ich habe sie beide gehabt und kann das nicht nachvollziehen. Klar wenn man die Dinger fallen läßt, besonders im geöffneten Zustand, macht ein Bruch Sinn. Aber bei normaler Benutzung glaube ich nicht an einen technischen Fehler. Oder die Geschichte des N64-Controllers bei dem es bei einigen Benutzern Probleme mit dem 3D-Stick gegeben hat. Auch hier kann ich mir nur eine unsachgemäße Behandlung vorstellen wie z.B. aus Frust einen Crashtest an der heimischen Wand versuchen. :D Ich muß aber dazu auch sagen das ich meine Sachen immer wie rohe Eier behandel und selbst Kratzer so gut wie unmöglich sind. Ich gebe auch einen Handheld ungern aus meinen eigenen Händen und so werden und wurden in der Vergangenheit die Dinger auch nur von mir bespielt.

Ich habe bis auf eine PS3 auch mit Sonys Konsolen keine Probleme gehabt. Bei mir gab es mal einen Festplattenfehler der behoben werden konnte. Und die Geschichten bei Sony und Microsoft mit dem YLOD und RROD sind auch logisch. Läßt man die Konsolen für 12 Stunden im Videospielmodus voll rödeln und stellt die Dinger in Anbauwände, unter TVs usw. auf jeden Fall an einen Ort wo die Hitze nicht korrekt abgeführt werden kann, machen bei fast jedem technischen Gerät die Lötstellen irgendwann die Grätsche.

Bei der PS4 machen die Controller richtig viel Ärger. Bei den ersten Modellen sind bei sehr sehr vielen Spielern die hinteren Schultertasten L2 und R2 an- und abgebrochen. Wer so einen Controller mal selbst länger gespielt hat ist mit Sicherheit auch schonmal von einer der Tasten abgerutscht und hat das Knallen innerhalb der Plastik-Architektur vernommen. Da kann man sich so einen Defekt gut vorstellen und tatsächlich hat Sony selbst den Fehler eingeräumt und Ersatz bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in Aussicht gestellt. Aber das ist nicht der einzige Fehler dieses sagenhaft teuren Controllers (zu mindest wird er für ein wahnsinns Geld verkauft). Die beiden 3D-Sticks sind mit einem enorm labilem und anfälligem Kunststoff überzogen (der ist fast schon Gummiartig), daß bei nahezu jedem Spieler irgendwann Abreibungen, Risse und sogar das vollständige Ablösen dieser Schicht so gut wie sicher ist.

Naja...die Qualität der Konsolen meinte ich gar nicht mal so unbedingt. Eher finde ich das der praktische Nutzen flöten geht. Die Oberflächenstrukturen sind, so wie ihr schon gesagt habt, anfällig gegen Kratzer usw. und die Form und Größe wird unpraktischer. Das alles wird dann mit einem angeblich modernen Äußeren weggeredet.

@NegCon: Ja, eine meiner NES-Konsolen war sogar stärker vergilbt. Und nicht von einem Raucher (ich bin Nichtraucher und wittere sofort ein ehemaligen Raucher-Gegenstand wie Konsolen und Spiele) sondern wohl von direkter Sonnenstrahlung oder toter Heizungsluft (habt ihr auch schon hinter den Lüftungsschlitzen an der Wand zum Beispiel gesehen - die schwarzen Rückstände...voll ätzend wa´).
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Re: Wandlung der Heimkonsolen

Beitragvon MetalSnake » 13.07.2016, 09:29

Black Diamond hat geschrieben:Source of the post Oder die Geschichte des N64-Controllers bei dem es bei einigen Benutzern Probleme mit dem 3D-Stick gegeben hat. Auch hier kann ich mir nur eine unsachgemäße Behandlung vorstellen wie z.B. aus Frust einen Crashtest an der heimischen Wand versuchen.


?( Einmal Mario 64 durchzocken und der Analogstick war ausgeleiert und kaum noch zu gebrauchen. Noch schneller und noch ausgeleierter gings mit Mario Party. An die Wand schmeißen oder ähnliches musste man das Ding nicht. Das hätte auch ganz andere Effekte als einen ausgeleierten Analog Stick.
Mach mal einen N64 Controller auf, der Analog Stick wird da ganz billig von einer Feder gehalten und die leiert mit der Zeit einfach aus.


Das vergilben kommt vom Licht. Bei Leuchtstoffröhren tritt der Effekt am stärksten auf, aber auch Sonnenlicht lässt das Plastik vergilben.
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NegCon
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Re: Wandlung der Heimkonsolen

Beitragvon NegCon » 13.07.2016, 11:36

Dann scheint wohl Nintendo den Kunststoff für das NES-Gehäuse irgendwas getauscht zu haben. Aber wie gesagt, mir ist damals schon aufgefallen, dass bei den NES-Besitzer, die ich damals kannte und die alle nach mir die Konsole gekauft hatte, die Oberseite des NES leicht rau war, während sie bei mir absolut glatt ist. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass die Art von Plastik, die die älteren Modelle verwenden, auf mich auch nicht so wirken, als würden sie irgendwann vergilben (liegt ja immer an der Mischung ... glaub dem Plastik, das vergilbt werden durch Sonneneinstrahlung und Staub irgendwelche Stoffe beeinträchtigt)... wahrscheinlich wird mein NES beim nächsten Mal wenn ich es rauskrame total vergilbt sein. :D

@Black Diamond
Wegen den Analogstickproblemen beim Dual Shock 4, habe ich mir auch sofort so Gummiüberzieher bzw. Gummihütchen (oder wie man das nennen will) für die Dinger gekauft. Neben dem Schutz ist auch der Vorteil, dass sie sich dadurch etwas größer anfühlen und man mMn besseren Halt hat. Benutze sie jetzt seit dem Kauf der PS4 im August letzten Jahres, also fast ein Jahr, und kann mich bisher nicht beschweren.
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Re: Wandlung der Heimkonsolen

Beitragvon Black Diamond » 15.07.2016, 10:47

Danke für den Tipp NegCon. :ok: Die Hütchen besorge ich mir mal lieber. Noch sehen meine beiden Controller zwar gut aus...aber wenn man ganz genau hinschaut ist die Oberfläche des linken Analogsticks bereits angeraut.

MetalSnake hat geschrieben:?( Einmal Mario 64 durchzocken und der Analogstick war ausgeleiert und kaum noch zu gebrauchen. Noch schneller und noch ausgeleierter gings mit Mario Party. An die Wand schmeißen oder ähnliches musste man das Ding nicht. Das hätte auch ganz andere Effekte als einen ausgeleierten Analog Stick.
Mach mal einen N64 Controller auf, der Analog Stick wird da ganz billig von einer Feder gehalten und die leiert mit der Zeit einfach aus.


Ich laß die mal lieber zu. :P Ich konnte auch nur von meinen N64-Controllern berichten. Ich hatte insgesamt drei N64 über die Jahre, mit logischerweise unterschiedlichen Controllern, und nicht einer davon war ausgeleiert. Und ich habe zwei davon sogar gebraucht gekauft. Bei mir mußten die sogar viele Stunden ISS 98 und 2000 aushalten und natürlich auch Mario 64. Vielleicht gibt es ja auch Produktionsunterschiede. Ich habe nämlich nur einen bunten Controller gehabt, sonst waren die alle aus der ersten Generation. Vielleicht waren die Federn noch stabiler, oder echte japanische Wertarbeit-Federn?! :D

MetalSnake hat geschrieben:Das vergilben kommt vom Licht. Bei Leuchtstoffröhren tritt der Effekt am stärksten auf, aber auch Sonnenlicht lässt das Plastik vergilben


OK, daß wußte ich auch noch nicht. Also lieber keine Leuchstoffröhren über der Konsole. Danke für die Info. ;)
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Re: Wandlung der Heimkonsolen

Beitragvon Panda » 16.07.2016, 15:38

Ich hatte auch nie so richtige Probleme mit ausgeleierten Analogsticks obwohl ich richtig viel N64 gezockt habe. Wenn man normal gesteuert hat haben die sehr lange gehalten...

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Re: Wandlung der Heimkonsolen

Beitragvon ShadowAngel » 12.07.2018, 21:31

Panda hat geschrieben:Source of the post Ich hatte auch nie so richtige Probleme mit ausgeleierten Analogsticks obwohl ich richtig viel N64 gezockt habe.


Man könnte jetzt natüröich sagen, das sich kein Analogstick abnutzen kann, wo keiner vorhanden ist, da technisch gesehen, der Thumbstick vom N64 digital ist und dieser auch nicht, wie bei analogsticks üblich mit Potentiometern arbeitet, sondern im Prinzip es nur ein paar Kontakte, ein paar stücke Plastik und eine Feder ist, weshalb man bei jedem Start des N64 den Stick zentrieren muss, ansonsten ist oben nicht oben.
Technische Aspekte zur Seite, das sich der N64 Stick extrem schnell abnutzt, ist einfach ein Fakt. Da schabt Plastik auf Plastik mit einer Feder drumrum, vereinfacht gesagt. Beides Dinge, die sich einfach schnell abnutzen. Deshalb gibt es verschiedene Hilfsmöglichkeiten wie den Tape Trick oder zig andere Youtubevideos um das zu "reparieren".
Und man sollte auch zumindest früher aus den Kaufhäusern noch kennen, wie die Sticks der N64 Vorführgeräte meisttraurig nach unten hingen, weil sie selbst nach kurzer Zeit ausgeleiert waren.

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Re: Wandlung der Heimkonsolen

Beitragvon MetalSnake » 13.07.2018, 10:40

ShadowAngel hat geschrieben:Source of the post weshalb man bei jedem Start des N64 den Stick zentrieren muss, ansonsten ist oben nicht oben.


Ist bei anderen Analog Controllern auch so. Liegt in der Natur der Sache, ist halt analog.
Zu anfang der analog PS1 Zeiten musste man im Spiel den Stick kalibrieren, später wurde das dann "automatisiert", man muss halt dafür sorgen dass beim einschalten, der Stick zentriert ist. Ist definitiv bei PS1, PS2, PS3, Wii und Wii U so. Aber müsste wie gesagt auch bei allen anderen so sein, mir ist jedenfalls noch keine andere Lösung dafür bekannt.
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