Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

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Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon NegCon » 05.06.2015, 13:21

In den letzten Jahren sind ja einige Multi-Retro-Konsolen-Geräte erschienen, zumindest nenne ich das mal so. Also quasi Konsolen, die mehrere ältere Konsolensysteme unterstützen und auf denen man Original-Module spielen kann (z.B. SNES, MD, NES, MS, usw.). Soweit ich weiß, laufen die ja intern alle per Emulation. Gibt es da irgendein Gerät, das man empfehlen könnte?

Der Hintergrund ist der, dass ich es schon irgendwie nett wäre, Originalmodule an meinem TFT via HDMI zu zocken, möglichst mit den jeweiligen Original-Controllern. Gut wäre auch noch, dass das Gerät 16:9 ausgeben kann (also das 4:3-Originalbild mit schwarzen Rändern links und rechts, so dass der Monitor das nicht selbst skalieren muss).

Fall es überhaupt irgendwas empfehlendwertes in der Art gibt. ;)
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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon 7thGuest » 05.06.2015, 21:41

Ich entschuldige mich schon vorab dafür, dass ich auf Deine Frage nicht konkret eingehen kann, da ich mich mit diesen Multi-Retro-Konsolen auch nicht auskenne.

Aber was spricht aus Deiner Sicht dagegen, Dir ein solches Gerät auf Basis eines x86- oder ARM-Boards mit Windows, Linux oder Android selbst zusammenzustellen? Sehr kompatible Emulatoren sowie USB-Adapter für die Module und Controller der meisten alten Konsolen gibt es schließlich seit einigen Jahren.

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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon NegCon » 07.06.2015, 19:25

Da habe ich mich bis jetzt noch nicht so wirklich schlau gemacht. Es ist ja auch eine Frage des Geldes. In nächster Zeit stehen ein paar größere (und nötige) Anschaffungen ins Haus, daher will ich jetzt nicht so viel Geld dafür ausgeben. Was vielleicht noch eine Möglichkeit wäre,... irgendwann Anfang nächstes Jahres wird ein neuer PC fällig. Im Zuge dessen könnte ich wirklich mal nach Adaptern für Module und Controller suchen. In erster Linie geht es mir hauptsächlich auch darum, dass ich Original-Module mit den Original-Controllern spielen kann. Eine All-in-One-Lösung wäre da schon super... also ein Adapter, der für fast alle alten Modul-Konsolen Slots anbietet und einen Adapter, an den sich fast alle Controller der alten Konsolen anstöpseln lassen. Gibt es da irgendwas in der Art?

//Edit:
Ach ja, was mir auch noch wichtig wäre ist, dass man die Spiele dann auch wirklich von Modul am PC spielen kann (der jeweilige Emulator sollte direkt auf die Daten, die sich auf dem Modul befinden, als ROM zugreifen kann). Also nicht, dass sie vorher erst als ROM ausgelesen und auf der Festplatte irgendwo abgespeichert werden müssen. Außerdem sollte es möglich sein, Spielstände direkt auf dem Modul abzulegen. Ich weiß, evtl. bisschen seltsame Anforderungen, aber ich will die Games direkt von Modul zocken und die Speicherstände auch dort abgelegt wissen. ;)

//Edit2:
Ich glaube eine Retrode 2 wäre genau das Richtige. SNES- und MD-Spiele können damit von Haus aus ausgelesen werden und es gibt Zusatzadapter für GB(C)/GBA sowie Master System und wohl auch N64. Für NES existiert scheinbar nichts, oder noch nicht. Falls ich mir das Kaufe, müsste ich mir ja direkt ein paar MD- und MS-Spiele zulegen. Aber wohl erst, wenn ich die SNES und GB(C)/GBA-Titel durch habe, die schon seit Jahren hier rumliegen. ;)

Hab' mal kurz getestet ob mein Rechner die Emulation von SNES-, GB- und GBA-Spielen mit Shadern, die das Bild möglichst Originalgetreu darstellen solln, überhaupt packt. Scheint zu meiner Überraschung sogar zu funktionieren:

(Zum Vergrößern anklicken)
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Die Spiele habe ich alle zum Testen in Fullscreen auf einen älteren 4:3 PVA-TFT, den ich an meinem PC angeschlossen habe, laufen lassen, der sich besser für alte Spiele eignet als mein 16:9 TFT. :) Beim LCD-Shader, den ich bei GBA benutzt habe, bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Spiel auf einem GBA-SP mit Backlight wirklich so ausgesehen hat, kann aber sein. Beim CRT-Shader, der beim SNES zum Einsatz kam, gefällt mir neben den Scanlines auch, dass die Farben verschieden stark verwaschen sind, so wie's früher hin und wieder auch bei Röhrenfernsehern der Fall sein konnte. Schön zu sehen an Marios Mütze dessen rote Farbe etwas über den Rand hinausschimmert. Gefällt mir so besser so im Original-Look besser, als wenn man mit irgendwelchen Filtern künstliche Pixelglättung oder ähnliches hat. :)

Mit so einer (relativ) originalgetreuen Darstellung, den Original-Controllern und direkt vom Original-Modul, könnte mir das auch am PC Spaß machen. :D Der Vorteil wäre auch, dass ich mit Hilfe meinen Original-Games auch Screenshots und Videos für die Webseite erstellen könnte (evtl. auch wenn ich Reviews zu bestimmten Retro-Games schreibe... muss ich auch mal wieder machen ;)). :D
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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon 7thGuest » 08.06.2015, 02:16

Die Retrode 1, die abgesehen von weniger komfortabel erreichbaren Buttons und noch nicht vorhandenen Controllerbuchsen mit ihrem Nachfolger technisch identisch ist, und das dazugehörige N64/GBx-Plugin habe ich schon seit einigen Jahren und bin sehr zufrieden damit. Nur beim Einlesen großer N64- und GBA-Module merkt man die geringe Bandbreite der verwendeten USB-1.1-Schnittstelle - hier vernimmt man eine Ladezeit von wenigen Sekunden. Bis auf Spiele mit SA-1- oder SVP-Prozessor sind meines Wissens keine Inkompatibilitäten bekannt. Problematisch könnte sich hier möglicherweise die Beschaffung gestalten: Die Produktion wurde schon vor längerer Zeit eingestellt - Du müsstest also nach Restbeständen oder Gebrauchtgeräten Ausschau halten.

Fürs NES habe ich mir vor einigen Monaten den Kazzo gekauft, der mit Hilfe der kostenlosen Software anago fast alle meiner Module auslesen kann. Lediglich am Drei-Spiele-Modul Super Mario Bros./Tetris/Nintendo World Cup ist das Gerät zu zwei Dritteln gescheitert, da das Modul als eines von wenigen nicht bloß einen, sondern mehrere Mapper enthält (UNROM und MMC3B). Als nachteilig könntest Du hier empfinden, dass das Auslesen der ROMs wegen des Bank-Switchings die Angabe des jeweiligen Mappers erfordert und der Vorgang deutlich länger dauert - zum Spielen "live" von Modul ist das eher ungeeignet.

Bezüglich der Emulation: Wenn Dir gut gepatchte Emulatoren genügen (mir schon), dann brauchst Du Dir wenigstens bis zur PlayStation 1 keine Gedanken über die Rechenleistung Deines PCs zu machen. Und selbst eine taktgenaue (cycle-accurate) Emulation des NES ist in Form von Nestopia mit einer 1,5GHz-Single-Core-CPU zu bewerkstelligen. Erst für die taktgenaue Emulation der 16-Bit-Konsolen benötigst Du einen halbwegs modernen Rechner (higan für SNES Dual-Core, Exodus für Mega Drive Quad-Core).

Und wenn es doch eine dieser Multikonsolen sein soll, würde ich mir an Deiner Stelle mal das scheinbar recht beliebte RetroN 5 anschauen. Ein bisschen stutzig macht mich hier die Behauptung eines Rezensenten, die Module würden arg fest in den Sockeln sitzen. Aber angesichts dessen, dass das Gerät auch von Händlern angeboten wird, die weiterhin eine kostenlose Rücksendung akzeptieren, gehst Du bei einer Bestellung ja kein Risiko ein.

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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon NegCon » 08.06.2015, 07:48

7thGuest hat geschrieben:Die Retrode 1, die abgesehen von weniger komfortabel erreichbaren Buttons und noch nicht vorhandenen Controllerbuchsen mit ihrem Nachfolger technisch identisch ist, und das dazugehörige N64/GBx-Plugin habe ich schon seit einigen Jahren und bin sehr zufrieden damit. Nur beim Einlesen großer N64- und GBA-Module merkt man die geringe Bandbreite der verwendeten USB-1.1-Schnittstelle - hier vernimmt man eine Ladezeit von wenigen Sekunden. Bis auf Spiele mit SA-1- oder SVP-Prozessor sind meines Wissens keine Inkompatibilitäten bekannt. Problematisch könnte sich hier möglicherweise die Beschaffung gestalten: Die Produktion wurde schon vor längerer Zeit eingestellt - Du müsstest also nach Restbeständen oder Gebrauchtgeräten Ausschau halten.

Fürs NES habe ich mir vor einigen Monaten den Kazzo gekauft, der mit Hilfe der kostenlosen Software anago fast alle meiner Module auslesen kann. Lediglich am Drei-Spiele-Modul Super Mario Bros./Tetris/Nintendo World Cup ist das Gerät zu zwei Dritteln gescheitert, da das Modul als eines von wenigen nicht bloß einen, sondern mehrere Mapper enthält (UNROM und MMC3B). Als nachteilig könntest Du hier empfinden, dass das Auslesen der ROMs wegen des Bank-Switchings die Angabe des jeweiligen Mappers erfordert und der Vorgang deutlich länger dauert - zum Spielen "live" von Modul ist das eher ungeeignet.


Von der Retrode 2 gab es dieses Jahr eine Neuauflage bzw. ein Shop hat sich die Lizenz geschnappt und neue Geräte produzieren lassen. Auch der GBx-Adapter sowie der für SMS-Spiele ist wieder erhältlich und in Kürze soll auch der für N64-Spiele folgen. Die Preise entsprechen denen der Erstauflage. Daher wäre es momentan ein günstiger Zeitpunkt, sich das Gerät zu beschaffen. :) Bin noch am Überlegen, da alles zusammen dann auch gleich wieder gut 100,- € kostet.

Bzgl. NES-Spielen wird lt. dem Retrode-Forum seit Ende letzten Jahres an einem Adapter gearbeitet. Ein erster Prototyp existiert auch bereits, aktuell wird an Verbesserungen bzw. an einem zweiten Prototypen gearbeitet. Bin mal gespannt, was daraus wird.

7thGuest hat geschrieben:Bezüglich der Emulation: Wenn Dir gut gepatchte Emulatoren genügen (mir schon), dann brauchst Du Dir wenigstens bis zur PlayStation 1 keine Gedanken über die Rechenleistung Deines PCs zu machen. Und selbst eine taktgenaue (cycle-accurate) Emulation des NES ist in Form von Nestopia mit einer 1,5GHz-Single-Core-CPU zu bewerkstelligen. Erst für die taktgenaue Emulation der 16-Bit-Konsolen benötigst Du einen halbwegs modernen Rechner (higan für SNES Dual-Core, Exodus für Mega Drive Quad-Core).


Mein Desktop-Rechner ist zwar von 2007, hat allerdings einen 3GHz Core 2 Duo (E6850) mit dem sogar bSNES bzw. Higan läuft. Letztes Jahr habe ich auch eine GeForce GT 730 eingebaut, die zwar eine Multimedia-Grafikkarte ist, aber dennoch ganz brauchbare Ergenisse erziehlt. Gerade bei den Shadern dürfte die GPU nicht ganz unerheblich sein (nehme ich zumindest mal an). Gestern beim Testen mit Retroarch lief alles ziemlich brauchbar. Exodus habe ich allerdings noch nicht probiert, könnte meinen Rechner aber etwas überfordern, wenn es einen Quad-Core-Prozessor benötigt. ;) Meinen Desktop-PC habe ich letztes Jahr bekommen (wurde bei mir in der Arbeit aus­ran­gie­rt), davor war mein Hauptrechner ein Notebook von Ende 2008. Das hat zwar auch einen Core 2 Duo, der aber nur mit 2GHz läuft und eben eine Notebook-CPU ist (als GPU ist eine NVIDIA GeForce 9300M GS verbaut). Damit konnte ich z.B. bSNES komplett vergessen, erst recht, wenn ich Shaders verwenden wollte.

7thGuest hat geschrieben:Und wenn es doch eine dieser Multikonsolen sein soll, würde ich mir an Deiner Stelle mal das scheinbar recht beliebte RetroN 5 anschauen. Ein bisschen stutzig macht mich hier die Behauptung eines Rezensenten, die Module würden arg fest in den Sockeln sitzen. Aber angesichts dessen, dass das Gerät auch von Händlern angeboten wird, die weiterhin eine kostenlose Rücksendung akzeptieren, gehst Du bei einer Bestellung ja kein Risiko ein.


Über eine RetroN 5 habe ich zwar auch schon nachgedacht, aber die läuft ja im Grunde auch nur mit Emulatoren und wahrscheinlich liefert die vom Bild her (Filter/Shader) ein schlechteres Ergebnis, als wenn ich den Emulator direkt am PC laufen lassen. Dazu kommt noch, dass man am PC bei Bedarf leichter Screenshots und Videos erstellen kann. Von Original-Modulen zu spielen und ein Bild zu haben, das möglichst nahe an der Bildausgabe der Original-Hardware herankommt, wäre das Wichtigste. :)

Danke übrigens für die ganzen Tipps! :)
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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon MetalSnake » 08.06.2015, 15:15

7thGuest hat geschrieben:Bezüglich der Emulation: Wenn Dir gut gepatchte Emulatoren genügen (mir schon), dann brauchst Du Dir wenigstens bis zur PlayStation 1 keine Gedanken über die Rechenleistung Deines PCs zu machen.


Interessanterweise läuft auf dem RaspberryPi2 sogar sogar DreamCast teilweise. Shenmue wohl eher nicht, aber SoulCalibur soll sogar zu schnell drauf laufen. :schock:
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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon 7thGuest » 08.06.2015, 18:47

NegCon hat geschrieben:Bzgl. NES-Spielen wird lt. dem Retrode-Forum seit Ende letzten Jahres an einem Adapter gearbeitet. Ein erster Prototyp existiert auch bereits, aktuell wird an Verbesserungen bzw. an einem zweiten Prototypen gearbeitet. Bin mal gespannt, was daraus wird.

Ja, ich hatte in diesem Forum auch schon einmal gelesen, dass einige Leute darüber nachdachten, NES-Module mangels Header mit Hilfe einer Prüfsumme der ersten ROM-Bank zweifelsfrei zu erkennen, um den zu emulierenden Mapper aufgrund einer im EEPROM hinterlegten Tabelle automatisch bestimmen zu können. Mal schauen, was daraus geworden ist...

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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon NegCon » 11.06.2015, 22:00

So, heute Abend eine Retrode 2 plus GBx-, SMS- und N64-Adapter bestellt. Da das Ganze mit UPS verschickt wird, hoffe ich, dass der Poststreik so umgangen wird und ich die Sachen bis zum Wochenende hier habe. Freu' mich schon darauf damit ein paar alte Spiele zu zocken. :D

Wie ist das eigentlich beim N64-Adapter mit den N64-Controller, wird da auch das Rumble Pak irgendwie unterstützt? Ohne Treiber vermutlich eher nicht. :/

Originalbeitrag vom 09.06.2015, 20:47 Uhr.

Edit:
Heute ist die Retrode 2 und die Adapter angekommen. Eben kurz mit einem GB- und einem SNES-Modul getestet und einen SNES-Controller angestöpselt. Funktioniert alles soweit wie es soll. Gut finde ich auch, dass man die Config-Datei für die Retrode direkt im Laufwerk angezeigt bekommt und editieren kann. :)

Von der Verarbeitung her, würde ich sagen, dass die Hardware ok ist. Man merkt, dass das Ganze vermutlich im kleinen Rahmen produziert wurde. Die Kanten sind z.T. etwas unsauber ausgeschnitten und es sind noch ein paar Plastikspäne zu entdecken. An der Rückseite der Retrode sind ein weißer Farbklecks zu finden, vermutlich stammt er von der Farbe, die für das Auftragen des Retrode-Schriftzugs verwendet wurde und an einer Seite hat das Gehäuse ein paar kleine Kratzer, die wohl bei der Bearbeitung enstanden sind. Ansonsten scheint der Mini-USB-Anschluss des mitgelieferten USB-Kabel etwas oxidiert, zumindest ist da an ein paar Stellen ein bräunlicher Belag drauf, der so ohne weiteres nicht weg geht. Es funktioniert aber ohne Probleme. Was ich auch etwas unschön finde, ist, dass nur die Retrode 2 in einer netten Verpackung geliefert wurde. der N64- und GBx-Adapter lagen einfach so im Versandkarton, der SMS-Adapter lag zumindest in einer versiegelten Plastiktüten. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mir noch drei Universalhüllen mitbestellt. Beim Anstecken des SNES-Gamepads muss man auch aufpassen, dass man nicht zu fest rein drückt, da die Anschlüsse etwas nachgeben und man die Controllerstecker nicht 100% vollständig in die Controller-Ports versenken kann (wie es beim SNES der Fall ist).

Positiv ist mir hingegen aufgefallen, dass die Model fest auf dem GBx-Adapter sitzen und in der Retrode selbst. Allerdings ist der Modul-Slot der GBx-Adapter äußerst knapp bemessen. Dachte zuerst das GB-Modul wäre zu breit, aber wenn man bisschen rumprobiert, geht's dann doch rein. Sitzt dafür, wie schon erwähnt, dann aber fest auf dem Adapter. Das kennt man von älteren (Import-)Adaptern, die oft etwas wackelig waren, für z.B. das SNES noch etwas anders.

Bin bis jetzt recht zufrieden mit dem Ganzen. Endlich völlig legal am Emulator mit Orinalmodule zocken. :D

Btw. mir ist aufgefallen, dass die Start-Taste meines alten SNES-Controllers nur reagiert, wenn man sie sehr stark reindrückt (Select muss bei weitem nicht so stark reingedrückt werden). Entweder war die Taste schon immer etwas schwerfällig, was ich fast nicht glaube, oder ich habe die früher immer so fest gedrückt, dass sie schwerfällig wurde. Kennt von euch jemand evtl. das Problem und weiß ob man das reparieren kann?

Ansonsten kennt sich hier jemand mit Retroarch aus? Ich würde gerne wissen, ob man das Ganze so konfigurieren kann, dass bestimmte Shader abhängig vom verwendeten Kern automatisch geladen werden und ob man das selbe auch bei der Controllerkonfiguration machen kann. Z.B. bSNES-Core wird automatisch mit CRT-Shader und SNES-Controller-Konfig ausgeführt? // Edit: Gerade gemerkt, dass man offenbar Konfigurationen abspeichern kann. Muss ich am Wochenende mal testen, ob es über diesen Weg funktioniert. :)
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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon 7thGuest » 11.06.2015, 23:11

NegCon hat geschrieben:Btw. mir ist aufgefallen, dass die Start-Taste meines alten SNES-Controllers nur reagiert, wenn man sie sehr stark reindrückt (Select muss bei weitem nicht so stark reingedrückt werden). Entweder war die Taste schon immer etwas schwerfällig, was ich fast nicht glaube, oder ich habe die früher immer so fest gedrückt, dass sie schwerfällig wurde. Kennt von euch jemand evtl. das Problem und weiß ob man das reparieren kann?

Wie die Kontakte der Modulplatinen und -schnittstellen oxidieren auch die der Padplatinen und Rubberdomes mit der Zeit. Einfach mit in Isopropylalkohol getauchten Wattestäbchen säubern, und die Tasten machen in aller Regel schon wieder deutlich leichter Kontakt. Wie frisch aus der Fabrik wird das Pad natürlich nicht mehr, aber eine spürbare Verbesserung solltest Du in jedem Fall erzielen können. Einen alten Taschenrechner mit Rubberdomes, den mein Bruder schon wegwerfen wollte, weil die Tasten arg rumzickten, habe ich so wieder auf Vordermann gebracht. Und auch meinen Pads ist das schon ein paar Mal gut bekommen.

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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon NegCon » 13.06.2015, 08:41

Danke für den Tipp, muss ich mal ausprobieren. Btw. es gibt ja offenbar 99,9/99,8 prozentigen und 70% Isopropylalkohol, welcher wäre da besser oder ist das egal?

Noch etwas anderes... hab mich jetzt mal, wegen der Retrode, auch ein bisschen schlau gemacht, wie es aktuell mit den Preisen von Gebrauchtspielen (GB, GBA, MS, SNES und MD) aussieht. Da frage ich mich, was denn da bei eBay passiert ist. Vor wenigen Jahren kam man da schon noch günstig an Spiele heran, auch mit OVP und Anleitung aber mittlerweile werden da regelrecht Mondpreise verlangt, oft auch für richtige Schrottspiele und nicht nur bei Titeln, wo man hohe Gebrauchtpreise erwarten würde. :schock:
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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon 7thGuest » 13.06.2015, 10:32

NegCon hat geschrieben:Danke für den Tipp, muss ich mal ausprobieren. Btw. es gibt ja offenbar 99,9/99,8 prozentigen und 70% Isopropylalkohol, welcher wäre da besser oder ist das egal?

Noch etwas anderes... hab mich jetzt mal, wegen der Retrode, auch ein bisschen schlau gemacht, wie es aktuell mit den Preisen von Gebrauchtspielen (GB, GBA, MS, SNES und MD) aussieht. Da frage ich mich, was denn da bei eBay passiert ist. Vor wenigen Jahren kam man da schon noch günstig an Spiele heran, auch mit OVP und Anleitung aber mittlerweile werden da regelrecht Mondpreise verlangt, oft auch für richtige Schrottspiele und nicht nur bei Titeln, wo man hohe Gebrauchtpreise erwarten würde. :schock:

Werde bei Gelegenheit mal nachschauen, was auf meinem Fläschchen draufsteht.

Ja, die Preise für Retrospiele sind in den letzten Jahren leider geradezu explodiert, wobei das in erster Linie Spiele für Nintendo-Konsolen betrifft. Die Preise für Mega-Drive-Spiele etwa sind längst nicht so extrem angezogen. Ich glaube noch nicht einmal, dass die Nachfrage sonderlich gestiegen wäre - obwohl ich mitbekommen habe, dass sich inzwischen teilweise auch jüngere Semester dafür interessieren. Ich vermute eher, dass das Angebot dadurch verknappt wird, dass diejenigen, die sich heutzutage noch alte Spiele kaufen, diese auch behalten. Außerdem sucht natürlich jeder nach möglichst kompletten und gut erhaltenen Spielen, die ohnehin selten sind.

Ich habe auch festgestellt, dass für neuwertige Spiele, die ich vor einigen Jahren noch für zwanzig Euro gekauft habe, inzwischen teilweise das Zehnfache (!) verlangt wird. Das ist wirklich eine besch... Situation, und aktuell ist kein Abwärtstrend ersichtlich. Hätte man das vor zwanzig Jahren gewusst, hätte man sich bis unter die Decke mit Spielen aus dem Ausverkauf eingedeckt und könnte heute mit dem Verkauf fabrikneuer Spiele ein Vermögen machen.

Am ehesten könntest Du vielleicht noch bei lokalen Gebrauchtspielehändlern fündig werden. Der in meiner Stadt kriegt natürlich auch nur rein, was die Leute ihm hier anbieten können, aber kauft und verkauft es zumindest zu etwas weniger utopischen Preisen. Ebay umgeht er ganz bewusst, weil er die Entwicklung dort auch absurd findet.

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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon NegCon » 13.06.2015, 13:07

"Absurd" trifft es ganz gut. Vor allem weil die Preise, die verlangt werden, teils stark auseinander gehen. Da gibt es SNES-Spiele, die man komplett für 30 bis 50,- € bekommt, was zumindest noch ok ist, wenn man wirklich scharf auf ein Spiel ist, während ein anderer Händler plötzlich für den selben Titel 100 bis 300,- € verlangt. Wirkt teilweise so, als ob manche meinen, nur weil ein SNES-Spiel noch komplett und in "relativ" guten Zustand ist, müsste man min. 100,- € dafür bekommen. Wobei eBay eigentlich generell keine gute Anlaufstelle mehr für Spiele ist... zumindest in den allermeisten Fällen, da dort selbst für neue Spiele teils mehr verlangt wird als im Laden oder bei Aktionen, die es immer mal wieder gibt. Nur es gibt sogar Leute, die so blöd sind und die übertreuerten Preise zahlen.

Na ja, zum Glück ist man mit der Retrode nicht mehr auf PAL-Versionen angewiesen. Bei bestimmten SNES-Spielen würde ja auch die U-NTSC oder sogar J-NTSC reichen und ich glaube gerade jap. Fassungen könnten möglicherweise deutlich günstiger zu haben sein. Aber gut, erst einmal hab ich hier noch ein paar SNES-Spiele rumliegen, die ich damals nicht durchgespielt habe, die könnte ich jetzt erst mal in Angriff nehmen. ;)

Ansonsten fehlen mir SMS- und MD-Spiele auch noch komplett. Da würde ich auch gerne nach und nach noch ein paar Titel kaufen/nachholen. :)

Ich werde es evtl. so machen, dass ich Spiele, die man wirklich nur noch für teures Geld bekommt, was ja oft bei einigen jRPGs der Fall ist, eher z.B. als Virtual-Console-Spiel für 3DS- oder WiiU hole und andere Titel, an die man evtl. noch verhältnismäßig günstig rankommt, als Original. Original wäre halt generell besser, weil man die Bildausgabe am PC einfach originalgetreuer hinbekommt. :/

Lokale Gebrauchtspielhändler gibt es hier in meiner ländlichen Gegend leider keine (zumindest keine von denen ich wüsste), von daher bin ich komplett auf das Internet angewiesen. :(
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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon 7thGuest » 13.06.2015, 13:54

NegCon hat geschrieben:Ansonsten fehlen mir SMS- und MD-Spiele auch noch komplett. Da würde ich auch gerne nach und nach noch ein paar Titel kaufen/nachholen. :)(

http://www.ninretro.de/game-4-254.html :)

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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon NegCon » 13.06.2015, 16:18

Ja, Rocket Knight Adventures wäre auch auf meiner Liste mit MD-Games, die die gerne mal spielen würde, zusammen mit Sparkster, wobei ich da nicht weiß, ob SNES- oder MD-Fassung die bessere wahl wären. ;) Allerdings befürchte ich, dass RKA eher zu den teureren Modulen zählt. :(

Wobei ich diesen Monat vermutlich keine SMS- oder MD-Spiele kaufen werden, da die Retrode2 + Adapter nicht gerade billig war und Ende Juni auch noch Yoshi's Woolly World für WiiU erscheint. Damit wäre mein Budget für Videospiele für diesen Monat schon mehr als überstrapaziert. Na ja, außer ich würde auf ein echt gutes Angebot stoßen, dass einen SMS- oder MD-Titel betrifft, den ich gerne mal zocken/besitzen würde.

Über Tipps zu SMS- und MD-Spielen, die man mal gespielt haben sollte, wäre ich aber dennoch dankbar (durch Testberichte und über die Jahre hinweg, weiß ich zwar, die bekanntesten/angesehensten Titel für die Systeme, aber ist vielleicht nicht schlecht nochmal die Bestätigung zu haben, dass Spiel XYZ auch heute noch spielenswert ist und einige Insider-Perlen kenne ich sicher auch noch nicht :) ). Vielleicht auch mit Angabe des Preises, mit dem man momentan geschätzt für den jeweiligen Titel rechnen muss. Bin da aktuell absolut nicht auf dem Laufenden und würde so vielleicht nicht mal ein Schnäppchen erkennen. ;)

Ach ja... ein MD-GamePad muss ich mir ja auch noch besorgen, damit ich das passende Eingabegerät für die MD-Spiele habe... wahrscheinlich gleich ein originales 6-Button-Pad... falls ich sowas irgendwo auftreibe.
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Re: Brauchbare Multi-Retro-Konsolen-Geräte?

Beitragvon 7thGuest » 13.06.2015, 21:27

Klingt nach teuren Zeiten...

In meinen Augen wäre Rocket Knight Adventures aber selbst einen hohen Gebrauchtpreis wert. Ich weiß, in den Kommentaren kann man bereits nachlesen, dass es mein Mega-Drive-Lieblingsspiel ist. Ich wollt's bloß nochmal hervorheben.

Außerdem zählen 2D-Jump-&-Runs doch auch zu Deinen präferierten Genres, oder? Liest sich zumindest so auf diesen Seiten.

Was uns zu der Frage führt, was eigentlich Deine anderen Genrevorlieben sind. Jump & Runs und jRPGs sind klar, wobei ich bei letzteren mangels Kenntnis nicht behilflich sein kann. Und was sonst noch? Ballerspiele eher nicht, oder? Da würde ich nämlich u. a. das weniger bekannte, meiner Meinung nach aber großartige Atomic Runner empfehlen.


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