Die Jugend von Heute...

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MetalSnake
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Die Jugend von Heute...

Beitragvon MetalSnake » 18.01.2012, 14:40

Traurig, traurig.
Wenn man sich die Kommentare zu der Nachricht, dass Doom 1 und 2 nun im Xbox Live Store gekauft werden können, durchliest kann man nur noch den Kopf auf den Tisch hauen.
http://www.gamezone.de/news_kdetail.asp?nid=106703

z. B.
Was soll das auch im index.
Das Spiel besteht nur aus groben pixeln.
Würde das nicht mal mit der kneifzange anfassen.
Irgendwan hab ich auch meine grenzen.


ich empfehle allen sich einfach mal die Demo von Doom zu laden, es reicht die 5 Minuten zu spielen bis einem übel wird, und das Interesse nach dem Mailenstein gedeckt ist.


hier vermute ich mal, dass mit übelwerden nicht die Brutalität oder ähnliches gemeint ist. ;)


Dabei gibt es doch kaum Spiele die besser aussehen, der ganze hoch realistisch scheiß scheint Fantasy und Comic Settings unmöglich zu machen. :(
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NegCon
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Beitragvon NegCon » 18.01.2012, 17:56

Für mich ist es etwas schwer einzuschätzen, wie DOOM auf heutige Jugendliche wirkt, da ich es noch aus der Zeit kenne, zu der es damals Released wurde. Ich hatte zwar selbst noch keinen PC, aber bei einem Klassenkameraden habe ich "Spear of Destiny" (den Vorgänger "Wolfenstein 3D" kannten ich da noch gar nicht) gespielt und war davon recht begeistert, da ich sowas vom NES und SNES her nicht kannte (auch wenn später 3D-Shooter inkl. Wolfenstein 3D und DOOM umgesetzt wurden). DOOM, hat dann nochmal einen drauf gelegt, mit besserer Grafik, mehrstöckige Levels inkl. dazugehörigen Treppen und Aufzügen usw.

Übel wurde mir damals übrigens manchmal auch, liegt aber an Motion-Sickness bzw. Gaming-Sickness, das ich damals schon in leichter Form hatte. Hat also nur indirekt etwas mit der grafischen Qualität des Titels zu tun. ;) Würde den Titel aber sich auch heute noch gelegentlich spielen, wenn mir nicht schon nach einem Level schlecht werden würde. :)

DOOM ist imo auch deutlich besser gealtert, als so mancher frühzeitlichen Polygon-Ego-Shooter. Auf das Gerede von so jüngeren Spieler die evtl. erst ab dieser Konsolengeneration dabei sind bzw. erst seit ein paar Jahren am Computer zocken, würde ich sowieso nichts geben. :P Ich bin auch ganz froh, dass Kriegs-Shooter so hoch im Kurs stehen, da diese mich thematisch überhaupt nicht interessieren und es mir so rein gar nichts ausmacht, dass ich das Genre nicht zocken kann. :D
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Tante Horst
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Beitragvon Tante Horst » 20.01.2012, 13:33

Naja was will man erwarten ?
Doom hat (nach heutigen Maßstäben) einfach keinen "Must Play" Aspekt mehr.
Versteht mich nicht falsch (ich werde bald 30) aber ich kanns ein wenig nachvollziehen.
Heute wird man einfach mit Bombast in jedem Spiel förmlich zugeschissen und dann setzt man so einen Teen mal vor Doom:
Man
kann nicht nach oben und unten gucken, keine Cutscenes, keine Story,
Gameplay kann auf dauer eintönig sein, Grafik ist nach heutigen
Maßstäben veraltet, man heilt sich nicht selbst :gap: :bigsmile: usw.
Klar damals war Doom einfach toll und ist zurecht ein Meilenstein des Genres aber die Zeiten haben sich nunmal geändert.

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NegCon
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Beitragvon NegCon » 20.01.2012, 15:13

Tante Horst hat geschrieben:Naja was will man erwarten ?
Doom hat (nach heutigen Maßstäben) einfach keinen "Must Play" Aspekt mehr.
Versteht mich nicht falsch (ich werde bald 30) aber ich kanns ein wenig nachvollziehen.
Heute wird man einfach mit Bombast in jedem Spiel förmlich zugeschissen und dann setzt man so einen Teen mal vor Doom:
Man
kann nicht nach oben und unten gucken, keine Cutscenes, keine Story,
Gameplay kann auf dauer eintönig sein, Grafik ist nach heutigen
Maßstäben veraltet, man heilt sich nicht selbst :gap: :bigsmile: usw.
Klar damals war Doom einfach toll und ist zurecht ein Meilenstein des Genres aber die Zeiten haben sich nunmal geändert.


Du hast noch vergessen zu erwähnen, dass DOOM keine Schlauchlevels hat und man noch selbst rumrennen und sein Zeugs zusammensuchen muss. ;) Wenn man es mal genau nimmt, dann sind die jüngeren Zocker in der Masse eher - so wie ich sie gerne immer bezeichne - "Trend-Gamer". Sprich Leute die zocken weil es atm "IN" ist und weil es jeder tut. Solch ein Typ von Spieler konzentriert sich auch mehr auf Grafik und solange die Steuerung nicht zu kompliziert ist und ständig Action geboten wird, findet er so ziemlich alles gut. Natürlich sind nicht alle heutigen jungen Spieler so, aber doch ein sehr großer Anteil davon. Ich habe festgestellt, dass sich solche "Trend-Gamer" aber auch immer gerne als "Core-Gamer" bezeichnen und von oben herab auf die sogenannten "Casual-Gamer" herabsehen. Solche Leute kann man natürlich mit alten Schinken nicht mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Wobei ich mich selbst auch nicht ganz davon frei machen will, dass ich bis zu einem gewissen Grad ein "Trend-Gamer" geworden bin. Gibt auch zahlreiche Spiele die ich zu ihrer Zeit verpasst habe und die ich heute gar nicht mehr spielen wollen würde, weil sie mir mittlerweile einfach zu veraltet sind.

Aber ungeachtet dessen, muss ich dennoch sagen, dass die beiden oben zitierten Kommentare trotzdem dämlich sind und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von jüngeren Spielern kommen und/oder solchen, die einfach keine Ahnung haben. :P
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Beitragvon Metti » 20.01.2012, 20:45

Ich glaub unsereins kann das einfach nicht nachvollziehen, da bei uns mit solchen Spielen auch einfach immer der Nostalgiefaktor mitschwingt. Vielleicht muss man diese "Pionierphase" der Spieleindustrie auch selbst miterlebt haben, um solche Meilensteine wie Doom zu schätzen zu wissen. Gibt gewisse Bereiche wo es mir genauso geht. Ich kann mir zum Beispiel nicht erklären, wie man einen Fable für Oldtimer bzw. generell "alte" Autos haben kann. Mir gefallen moderne, runde Linien einfach um ein vielfaches besser, ich könnte mir nicht vorstellen dass ich stolz darauf wäre Modell xyz der Marke abcd in der Garage stehen zu haben, welches in den 60er Jahren DAS Auto war und die jetzigen Generationen erst ermöglicht hat, und ein andere (einer älteren Generation) würde alles dafür geben. ;)
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7thGuest
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Beitragvon 7thGuest » 21.01.2012, 00:34

Ich kann das geringe Interesse der Jugend an älteren Spielen gut nachvollziehen, da es mir selbst nicht anders geht. Mein erstes Spiel, Super Mario Bros., stammt aus dem Jahr 1985 und stellt hinsichtlich Spielmechanik, Gestaltung und Umfang meiner Einschätzung nach einen der wichtigsten Meilensteine der Videospielgeschichte dar. Mit den Spielen, die zuvor erschienen, konnte man wohl in den seltensten Fällen soviel Zeit verbringen, was nicht nur am geringeren Umfang lag, sondern sicherlich auch auch an den weniger komplexen Spielabläufen und der damit verbundenen Gleichförmigkeit. Man denke etwa an die gerade einmal vier Bildschirme eines Donkey Kong, von denen sogar bloß drei den Sprung in die NES-Umsetzung schafften. Zwar kann ich gelegentlich mal eine kurze Runde Donkey Kong, Space Invaders oder Pac-Man einlegen, sonderlich lange reizt mich das allerdings nicht. Die für mich interessanteste Ära erstreckt sich - grob abgesteckt - auf die Jahre zwischen 1985 und 2000, in denen die meiner Ansicht nach besten Spiele des 2D-Action- und Geschicklichkeitsgenres erschienen, welches mir halt besonders zusagt.

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wrampi
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Beitragvon wrampi » 26.01.2012, 23:13

die komentare sind echt der hammer. was soll man sagen als eingefleischter doom2 zocker dazu??? :staun:

das letzte mal hab ich auf der 2tages doreco 2010 doom im mehrspieler modus gespielt. da war auch ein bekannter dabei aus der retro szene, der zum erstenmal doom gespielt hat. es hat mich gewundert das es immer einfacher wurde ihn abzuschießen von minute zu minute. nach 5min zocken war er kreidebleich und hatte Motion-Sickness. er is dann nach draußen und jemand anderes hat für ihn weiter gezockt. uns ging es nur um doom über lan zuspielen auf alten dos kisten. der der ausgestiegen is, den hab ich auch gesehen wo er zum erstenmal den 3ds in der hand hatte und wieder gleiches problem. er ist wieder an die frische luft.



bei mir gibt es ein spruch: wenn doom auf einem pc nicht mehr läuft ist der pc kaputt!!! der pc kann noch so kaputt sein aber doom läuft! ein kumpel hatte mal eine hälfte des motherboard durchgebrannt und das einzige was noch lief war doom, deswegen der spruch bei uns. selbst auf mein aktuellen pc bekomme ich doom zum laufen ohne dosbox. dosbox ist zwar einfacher aber es geht ja jetzt ums prinzip ohne emu.



was mir grade einfällt wegen den kommentare, weil die grafik so schlecht is. das sind die, die wie blöd minecraft zocken und fast die selbe grobe grafik haben. :bunt: :wand:

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ave
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Beitragvon ave » 30.01.2012, 00:30

Na ja, die sind halt nicht mit klassischen Ego-Shootern aufgewachsen (damit meine ich jene, in denen man nicht nach oben/unten gucken kann). Ich habe zwar bis 2002 herum auch keine Doom-Erfahrung gehabt, aber ich habe damals viel Hexen und Turok im Multiplayer auf dem N64 gespielt, das hatte ein aehnliches Erlebnis obwohl die Grafik etwas besser war. Mit Doom habe ich aber auch keine Probleme, habe auch einige Doom-Fassungen hier. Richtig spielen kann ich es aber nur auf der Xbox 1 (oder PC) weil mir die Ports sonst einfach zu ruckelig und die Steuerung zu hakelig ist. Auf Saturn ist es ohnehin indiskutabel, auf PSX ist es mir zu ruckelig im Vergleich zu PC/Xbox.

Was die Kinderchens aber daran zu noergeln haben ist mir ein Raetsel. An Doom fand ich es eigentlich immer am nervigsten, dass ich nie den Ausgang oder die naechste Tuer gefunden habe. Spielen laesst es sich aber einwandfrei, die Grafik ist doch eigentlich voellig in Ordnung. Auch Wolfenstein 3D find ich klasse, nur sind die Maps da doch etwas sehr monoton.

Man darf's aber auch nicht zu eng sehen! Die Kommentare dort spiegeln nur einen sehr kleinen Teil der "Jugend von heute" wieder... ich kenne auch einige 18-jaehrige privat, die durchaus Sachen wie Street Fighter 2, Mega Man X, Contra oder so spielten und immer noch gut finden obwohl sie auch zwischendurch CoD 4 und NHL 12 zocken.


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