Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen

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NegCon
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Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen

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Seit den späten 80ern gelten Dragon Quest und Final Fantasy als die erfolgreichsten Japan-RPGs überhaupt und während europäische Rollenspielfans bereits seit Ende 1997 in den Genuss zahlreicher Fortsetzungen, Remakes und Ports von letztgenannter Reihe gekommen sind, fristete SquareEnix zweite Top-RPG-Marke bei uns lange Zeit nur ein Schattendasein. Dieser Zustand änderte sich erst, als im Frühjahr 2006 mit dem achten Teil der Serie „Dragon Quest: Die Reise des verwunschenen Königs“ das erste Dragon Quest in die hiesigen Läden kam. Die Verkäufe waren offenbar so gut, dass man fortan auch weitere Teile in Europa veröffentlichen wollte. So geschah es, dass zweieinhalb Jahre später mit „Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen“ ein weiterer Teil der Hauptreihe veröffentlicht wurde. Dieses Mal allerdings nicht für die PlayStation 2 sondern für den Nintendo DS. Wie schon zuvor, verzichtete man auch hier auf eine Nummer im Titel und so könnte der Eindruck entstehen, dass es sich hierbei um den nächsten Teil der Serie handelt. Die Wahrheit aber ist, dass „Die Chronik der Erkorenen“ nichts anderes als eine stark überarbeitete und erweiterte Version von Dragon Quest IV ist.

Ursprünglich erschien der vierte Teil der Reihe in Japan bereits 1990 für das Famicom (NES) und knapp zwei Jahre später als „Dragon Warrior IV“ auch in den USA. Ende 2001 veröffentlichte Enix ein Remake des Spiels für die erste PlayStation, welches aber nur den Japanern vorbehalten war. Genau diese Version ist es auch, die als Basis für die DS-Fassung verwendet wurde, obgleich man einige Anpassungen vornehmen musste. Bevor aber die technischen Aspekte angesprochen werden sollen, kommen wir erst einmal zum Inhalt des Spiels.

Wie man es von einem Rollenspiel älteren Baujahres erwarten kann, ist die erzählte Handlung nicht sonderlich komplex. Im Grunde dreht sich alles wieder einmal um einen namenlosen Helden, der laut einer Prophezeiung das ultimative Böse, das vor vielen Jahren eingesperrt wurde und wieder auszubrechen droht, besiegen soll. Das Besondere an Dragon Quest IV ist allerdings die Art, wie das Ganze erzählt wird. Anders als in den meisten anderen japanischen Rollenspielen, in denen man nach und nach auf weitere Mitstreiter trifft, die sich schließlich der Spielfigur anschließen, lernt man hier die späteren Begleiter schon lange vor ihrem Zusammentreffen mit dem Helden kennen. „Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen“ ist insgesamt in sechs Kapitel unterteilt, wobei das Letzte nur den Remakes vorbehalten ist. Zu Beginn wird der Hauptheld in einem kurzen Prolog schon einmal vorgestellt, während man in den darauf folgenden ersten vier Kapiteln in die Rollen der verschiedenen Begleiter schlüpfen darf. Jeder von ihnen beginnt seine Reise auf einem anderen Kontinent der Welt und verfolgt seine eigene kleine Geschichte.

Wie sich das Spiel spielt:
Was das Gameplay betrifft, wird grundsolide und vor allem klassische jRPG-Kost geboten. Wer schon einmal ein Dragon Quest gespielt hat, der wird wissen, dass die Reihe fast schon auf verschrobene Art und Weise viel Wert auf althergebrachte Elemente legt. So beginnt der Spieler seine Reise wie gewohnt in einem Dorf und darf von da aus Stück für Stück die Welt, in Form einer 2D-Weltkarte, erkunden und andere Ortschaften oder Dungeons entdecken beziehungsweise besuchen. Natürlich stellen sich der jeweiligen Spielfigur außerhalb von Siedlungen zahlreiche Monster in den Weg, die in Form von Zufallskämpfen bezwungen werden wollen. Eine Besonderheit der älteren DQ-Titel ist hierbei, dass das Kampfgeschehen, anders als zum Beispiel bei Final Fantasy, nicht aus einer Beobachterperspektive von außen, sondern aus der Egoansicht gezeigt wird. Das heißt, die Mitglieder der eigenen Truppe sind nicht zu sehen, stattdessen werden die Gegner frontal angezeigt, die ihre Attacken zur virtuellen Kamera hin (also Richtung Spieler) ausführen. Ansonsten zeigt sich das Kampfmenü in gewöhnlicher Weise. Man kann entweder mit den ausgerüsteten Waffen angreifen, einen Zauber aufrufen, einen Gegenstand anwenden oder in eine Defensivstellung gehen um Angriffe abzumildern. Für die Auswahl der Aktionen kann sich der Spieler glücklicherweise so viel Zeit nehmen, wie er benötigt, da der Kampf immer erst dann fortgesetzt wird, wenn alle Befehle zugewiesen wurden. Es kann also nicht passieren, dass ein Gegner euch angreift, während ihr noch darüber Grübelt, was die eigenen Spielfiguren als nächstes machen sollen. Durch die Kämpfe erhält die Truppe – wie könnte es anders sein – Erfahrungspunkte und Gold. Mit jedem Levelaufstieg erhöhen sich verschiedene Attribute, die je nach Charakter unterschiedlich hoch ausfallen können. Darüber hinaus, erlernen Spielfiguren, die Magie beherrschen, so auch nach und nach neue sowie nützliche Zaubersprüche. Gold verdient ihr, wie bereits erwähnt, durch Kämpfe, es kann aber auch in Schatztruhen, Tontöpfen, Holzfässern, Kommodenschubläden oder im Inneren von Schränken gefunden werden, wie übrigens auch andere nützliche Gegenstände. In Städten könnte ihr das meist schwer verdiente Geld gegen Waffen, Rüstungen oder Verbrauchsgüter eintauschen. Eine Übernachtung in der Gaststätte, um Lebens- und Magiepunkte zu regenerieren, kostet ebenfalls ein paar Münzen.

In den meisten Ortschaften findet sich auch eine Kirche oder zumindest ein Altar mit einem Priester. Dort könnt ihr euch von Krankheiten und Flüche befreien lassen oder gefallene Mitstreiter gegen ein meist knackiges Sümmchen wiederbeleben lassen. Eine Eigenheit der DQ-Reihe ist, dass ihr nur dort erfahrt, wie viele Erfahrungspunkte eure Kämpfer für den nächsten Levelaufstieg benötigen. Des Weiteren könnt ihr nur hier neue Spielstände anlegen und die Kirchenaltäre sind auch die einzigen Rücksetzpunkte, wenn eure Truppe während der Reise einmal von Gegnern besiegt werden sollte. Zum Glück sind die meisten Dungeons relativ kurz und nahe an der letzten Ortschaft gelegen, so dass man keine übermäßig langen Laufwege einplanen muss, sollte man einmal scheitern. Neben der beschriebenen Möglichkeit, normale Speicherstände anzulegen, ist es auch möglich, jederzeit auf der Weltkarte eine Schnellspeicherung durchzuführen. Allerdings handelt es sich hier mehr oder weniger nur um eine Art Pausefunktion, bei der ein temporärer Speicherstand angelegt wird, der beim nächsten Start des Spiels automatisch wieder gelöscht wird.

Verglichen mit modernen Titeln, wird der Spieler, was die Handlung angeht, oftmals relativ wenig an die Hand genommen. So ist es wichtig, mit Personen in den Städten zu sprechen um nützliche Hinweise zu erhalten, aus denen sich dann meist der nächste Zielort herleiten lässt. Da es in Dragon Quest IV auch Tag- und Nachtwechsel gibt, ist es ebenfalls anzuraten (und manchmal auch zwingend notwendig) die Ortschaften zu beiden Zeiten zu besuchen, da es vorkommen kann, dass Gebäude, wie etwas bestimmte Bars, nur Nachts geöffnet haben und manche Personen andere Dinge erzählen als tagsüber.

Den Schwierigkeitsgrad betreffend, kann man bei „Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen“ keine pauschale Aussage treffen. Alte jRPG-Hasen, die vor allem viel Erfahrung mit klassischen Nippon-Rollenspielen gesammelt haben, dürften relativ wenig Probleme bekommen, während Genre-Neulingen die eine oder andere harte Nuss zu knacken haben. Um einigermaßen gut durchs Spiel zu kommen, sollte man immer versuchen, sobald man in eine neue Stadt kommt, die beste Ausrüstung zu kaufen. Wobei man vor allem im späteren Spielverlauf in den Läden auch auf Waffen und Rüstungen stößt, die einen horrenden Preis haben. Diese kann man sich in der Regel erst im späteren Spielverlauf leisten, wenn die besiegten Gegner mehr Gold abwerfen. Sollten die finanziellen Mittel für die erschwinglichen Gegenstände fehlen, dann empfiehlt es sich etwas vor den Toren der Stadt zu kämpfen, bis man das nötige Kleingeld zusammen hat. Das hat den Vorteil, dass man so auch gleichzeitig ein wenig hochleveln kann.

Altes Rollenspiel im neuen Glanz:
Wie bereits erwähnt, basiert die DS-Version von Dragon Quest IV auf dem PSX-Remake von 2001. Demensprechend ähnlich ist auch die Grafik. Sämtliche Personen, inklusive der eigenen Spielfiguren, wuseln als zweidimensionale Bitmap-Grafiken über den Bildschirm. Ebenso sind einige Objekte wie etwa Gräser, Fässer oder Krüge in 2D gehalten. Der Rest der Umgebung wird hingegen in schickem 3D dargestellt. Ortschaften und Dungeons werden zudem auf beiden Bildschirm dargestellt und lassen sich oft, wenn auch nicht immer, mittels L- und R-Tasten stufenlos um 360° drehen. Vor allem in Höhlen, Tempeln oder anderen gegnerverseuchten Arealen kann das äußerst nützlich sein, um sich einen besseren Überblick zu verschaffen und nach Schatzkisten, Treppen und Ausgängen zu suchen. Außerdem kann das Drehen der Ansicht auch dazu dienen, versteckte Türen oder Gegenstände sichtbar zu machen, die es hin und wieder zu finden gibt. Allerdings sind nicht alle Gebiete rotierbar oder lassen sich nur um wenige Grad drehen. Das Geschehen läuft die meiste Zeit äußerst flüssig über die Bildschirme, nur in selten vorkommende Situationen, wenn viele 2D-Bitmap-Charaktere auf einmal angezeigt werden, sinkt die Framerate kurzzeitig spürbar. Anders als die restlichen Locations wird die Weltkarte klassisch zweidimensional präsentiert, was ihr einen angenehmen 16-Bit-Charme verpasst und auch zur Übersicht beiträgt. Für die Detailansicht wird der untere Bildschirm verwendet, auf dem man seine Spielfiguren in einem kleinen Ausschnitt der Map von einem Ort zum nächsten steuert, während der obere Screen für eine Miniaturansicht der kompletten Weltkarte genutzt wird. So weiß der Spieler immer, wo genau er sind global gesehen gerade befindet und durch farbliche Markierungen wird deutlich, welche Gebiete man bereits besucht hat und welche nicht.

Was den Kampfbildschirm anbelangt, so präsentieren sich die Gegner hier in 2D vor statischen 3D-Hintergünden. Auf dem Touchscreen wird das Kampfgeschehen gezeigt, während auf dem oberen Screen Statusinformationen der bis zu vier am Kampf teilnehmenden Kämpfer dargestellt werden. Die Hintergründe passen immer perfekt zu dem, was man gerade auf der Weltkarte oder im Dungeon sieht und entsprechen der jeweiligen Tageszeit (Tag, Dämmerung, Nacht), wiederholen sich allerdings auch oft. Trotz 3D-Grafik sucht man Zoom- oder Dreheffekte leider so gut wie immer vergebens. Was die 2D-Monster betrifft, muss vor allem erwähnt werden, dass diese durchgehend toll mit flüssigen Bewegungen animiert sind und auch relativ fantasievoll gestaltet wurden. Natürlich gibt es auch hier wieder zahlreiche Farbvarianten und so trifft man sehr oft auf fast gleich aussehende, wenn auch dann in der Stärke deutlich unterschiedliche Versionen, derselben Feinde. Aber dieses Problem betrifft ja nicht nur Dragon Quest IV alleine, sondern ist auch bei zahlreichen anderen Genrevertretern zu beobachten und unterm Strich ist die Anzahl der Gegner auch mehr als ausreichend.

Zum Sound lässt sich sagen, dass er im Vergleich zum Famicom-/NES-Original natürlich überarbeitet wurde. Die Titelmelodie ertönt jetzt beispielsweise als Orchesterstück. Was den Rest des Soundtracks angeht, wird gewohnte DQ-Qualität geboten. Die einzelnen Musikstücke wiederholen sich zwar häufig, fangen aber nie an zu nerven. Nette Melodien, von denen die eine oder andere DQ-Fans recht bekannt vorkommen dürften.

Fazit:
Ich habe zwischen 47 und 48 Std. für das Durchspielen aller sechs Kapitel benötigt inklusive einiger kleiner Sidequests und bin relativ begeistert von „Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen“. Mich persönlich hat das Ganze auch deutlich mehr fesseln können als das Remake von „Final Fantasy III“, einfach weil sich Dragon Quest trotz überarbeiteter Optik und Sound deutlich klassischer angefühlt hat. Außerdem ist die Erzählweise der Geschichte, auch für heutige Verhältnisse, noch äußerst erfrischend, da man die späteren Begleiter des Helden schon im Vorfeld eine Zeit lang begleiten und somit eine bessere Bindung zu ihnen aufbauen kann. Schön auch, dass sich die Dialoge nicht in unnötig langem Geschwafel verlieren, sondern meist recht kurz und knackig die Sachlage auf den Punkt bringen. Apropos Dialoge, die deutsche Übersetzung ist hervorragend gelungen und mit viel Witz umgesetzt worden. Selbst die unterschiedlichen Dialekte, die auf den verschiedenen Kontinenten gesprochen werden, sind erhalten geblieben. Genre-Fans, die auch heute noch gerne klassische Nippon-Rollenspiele, wie sie zu Zeiten des SNES und MD veröffentlicht wurden, spielen, sollten auf jeden Fall zugreifen. Alle Anderen würde ich zu einem Probespielen raten. Ebenso Leuten, die bisher nur „Dragon Quest IX: Hüter des Himmels“ kennen, denn die könnten eventuell etwas enttäuscht sein, da sich „Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen“ teilweise doch etwas anders gibt… klassischer eben. ;)

Hinweis bezüglich 3DS:
Das Spiel profitiert enorm vom Slidepad des 3DS. Die Spielfiguren lassen sich damit deutlich flüssiger und weniger abgehackt steuern. Lediglich bei den Optionsmenüs sollte man das Digitalsteuerkreuz benutzen, da es vorkommen kann, dass man sich mit dem Schiebepad „verwählt“, was vor allem bei Kämpfen recht ärgerlich sein kann. Die Grafik wirkt am 3DS durch das Hochskalieren auch etwas weichgezeichnet und weniger pixelig. Ob man die optische Präsentation am DS bevorzugt oder nicht, ist aber eine Frage des persönlichen Geschmacks.

+ Tolles Retro-jRPG
+ Umfangreich
+ Die einzelnen Charaktere werden schön eingeführt
+ Heiterer Soundtrack
+ Gelungene dt. Übersetzung
+ Später im Spiel frei erkundbare Weltkarte


- Da man in den ersten fünf Kapitel immer mit einem anderen Charakter startet, muss man jedes Mal mit Level 1 beginnen.
- Nur in Kirchen/bei Priestern kann gespeichert werden
- Gelegentlich muss notgedrungen hochleveln (oder zusätzlich Kämpfe absolvieren um Geld zu bekommen)
- Touch-Funktion des unteren Screens wird nicht ausgenutzt


8,5/10
Alle folgenden Screenshots wurden von mir erstellt (Spiel läuft auf einem 3DS):

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Eines der zahlreichen Dörfer im Spiel aus der Standardperspektive und...

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...die selbe Stelle nochmal um einige Grad gedreht.

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Die Dungeons sind oft recht verschieden. Hier spaziert unsere Truppe durch eine Eishöhle.

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In jedem Dorf sind Läden, oder wie hier Stände, zu finden, in denen man seine Ausrüstung auf
Vordermann bringen kann. In Brunnen, wie jenen links oben, verbergen sich manchmal kleine Schätze.

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In solchen Schränken wie rechts oben, findet man des Öfteren nützliche Dinge.

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Während der Kämpfe könnt ihr euch soviel Zeit wie nötig nehmen um eure Aktionen zu planen.

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Im Inneren dieses steinernen Koloss befindet sich ein Dungeon. Ziel ist es ganz nach oben zu gelangen.

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Der blaue Slime rechts ist uns zur Abwechslung einmal freundlich gesonnen. Die Treppe oben
führt ein Stockwerk tiefer.

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Die Hintergründe bestehen meist aus statischen 3D-Grafiken, nur hier bewegen sich die Wolken im
Hintergrund. Die vier silbernen Slime-Gegner bestehen aus Flüssigmetall und bringen jeweils sehr
viele Erfahrungspunkte. Leider flüchten sie meist bevor man sie besiegen kann.

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Bei einer kleinen Miniaufgabe darf man Verkäufer spielen und den Kunden das Geld aus der Tasche
ziehen. Durch einen Trick gelangt man hier auch an die äußerst angriffsstarke Ätzklinge.

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Die deutsche Übersetzung ist durchwegs gelungen und spart nicht mit Witz.

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Wie in vielen klassischen jRPGs bewegt man sich auf einer Weltkarte von einer Ortschaft
zur Nächsten. Die farbigen Bereiche auf dem oberen Bildschirm zeigen an, wo wir schon unterwegs
gewesen waren. Die kleine Schreibfeder markiert den aktuellen Standort.
Zuletzt geändert von NegCon am 16.03.2013, 14:23, insgesamt 5-mal geändert.
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Black Diamond
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Beitrag von Black Diamond »

Klasse Review. Als Fan der Serie habe ich es gerne gelesen und teile deine Ansichten. Leider gibt es viel zu wenig übersetzte Teile dieser Serie. Erst Teil 7 für die PS1 und Teil 8 für die PS2 konnte ich richtig durchspielen. An die DS-Teile habe ich mich noch nicht heran gewagt, werde ich nach deinem Review aber mal machen. Ich finde das Speichern in den Kirchen gar nicht so schlimm. Dadurch ist das Speichern schön in die Story eingeflochten, so wie es auch bei Redident Evil war. Eine stimmige Idee das Ganze. Die herausragendste Eigenschaft von Dragon Quest ganz allgemein ist der eigene Zeichenstil. Ich liebe diese Dragonball-Optik. Das hat nicht nur einen hohen Erkennungswert, sondern ich glaube genau das sorgt für die klassische Retro-Atmosphäre. Den Stil gibt es ja schon seit Ende der 80iger.
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NegCon
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Beitrag von NegCon »

Dragon Quest IV und Dragon Quest V habe ich hier schon länger rumliegen gehabt, aber irgendwie noch nie durchgespielt. Hatte dann aber mal wieder richtig Bock auf ein klassisches jRPG und daher Teil 4 mal wieder in Angriff genommen und hat, wie im Review erwähnt, durchgehend viel Spaß gemacht. Teil 5 habe jetzt auch mal begonnen und wenn die Motivation hält und ich ihn durchschaffen sollte, dann gibt es davon auch einen Bericht. Das kann allerdings noch etwas dauern, da ich mit "Die Chronik der Erkorenen" schon ca. einen Monat beschäftigt war und der Nachfolger wird sicher nicht kürzer sein. ;) Kürzlich habe ich mir auch endlich noch den Dragon Quest VI geholt, das mir bisher noch gefehlt hat. Wird allerdings erst ausgepackt und in Angriff genommen, wenn ich mit dem Vorgänger fertig bin.

Dragon Quest IX besitze ich ebenfalls schon seit dem Release, aber trotz zwei Anläufe, habe ich es bisher noch nicht geschafft es durchzuspielen, weil die Motivation nicht ausreichte. Fand auch Teil 4 deutlich besser als das was ich bisher von Teil 9 gespielt habe. Muss aber auch sagen, dass DQ9 einen recht zähen Einstieg hat, mir teilweise zuviel rumgeredet wird (daher auch die Erwähnung im DQIV-Review, dass die Gespräche dort kurz und knackig sind und alles Wichtige recht schnell auf den Punkt bringen) und die Story bzw. Thematik auch weniger zusagt. Dass man nur zufalls- bzw. selbstgenerierte Söldner ohne Background-Story als Begleiter hat, fand ich auch etwas unschön, gerade im Vergleich zu DQIV, wo diese Hintergrundgeschichten einen größeren Teil es Spiels ausmachen. Dennoch werde ich mir an Teil 9 nochmal ranwagen, wenn ich mit Teil 5 und 6 durch bin. :)

Teil 8 wollte ich mir damals eigentlich auch für die PS2 kaufen, allerdings habe ich den Fehler gemacht und bei einem Freund die US-Version angespielt. Als ich dann einige Zeit danach die PAL-Version anspielen konnte, ist mir sofort aufgefallen, dass es deutlich langsamer läuft als die NTSC oder besser gesagt, nicht so flüssig... zumindest kam mir das damals so vor. War dann für mich ein Grund es erst mal doch nicht zu holen. Wird aber evtl. irgendwann noch nachgeholt.

Von Teil 7 ist ja ein Remake für den 3DS angekündigt worden bzw. mittlerweile in Jei apan auch schon erschienen. Da die DS-Remakes plus Teil 9 auch in Europa erschienen sind, dürften die Chancen gar nicht mal schlecht stehen, dass das selbe auch mit dem DQ7 passieren wird. :) Einen längeren Trailer zum 3DS-Remake gibt es übrigens hier. Wobei ich nicht sicher bin, ob ich mir den Grafikstil des PSX-Originals nicht mehr zugesagt hätte.

Was mir gerade einfällt und was ich im Review gar nicht erwähnt habe... das PSX-Remake von DQIV, das 2001 erschien, verwendete, soweit ich informiert bin, die selbe Engine wie DQVII. Da das DS-Remake auf dem PSX-Remake basiert, sind die Grafikstile recht ähnlich. ;)
Edit:
Was das Speichern in der Kirche angeht, habe ich im Grunde auch nichts dagegen. Bei DQIV stört das eigentlich auch absolut nicht, da die Dungeons meist recht nah und nie übermäßig groß sind. Von daher würde man immer relativ schnell wieder zum letzten Boss kommen, falls man ihn mal nicht besiegen konnte. Muss aber gestehen, dass ich im ganzen Spiel glaub kein einziges Mal besiegt worden wäre. Gab zwar zweimal die Situation, dass ich bei einem Boss gemerkt habe, dass das nix wird und den Handheld ausgeschaltet habe bevor meine Truppe am boden lag. Mit ein bisschen hochlevel oder einer anderen Zusammenstellung der Kämpfer hat es dann aber in diesen beiden Fällen gleich beim zweiten Anlauf immer geklappt. Ansonsten konnte ich die Bosse schon immer beim ersten Versuch bezwingen. Liegt aber wirklich an dem, was ich auch schon als Tipp ins Review geschrieben habe. Einfach immer versuchen, dass die Truppe die bestmögliche Ausrüstung trägt (außer eben die Preise für ein Schwert oder eine Rüstung sind so extrem hoch, dass man 100 Std. kämpfen müsste um die Kohle zusammenzubekommen... in solchen Fällen sind die Sachen ohnehin erst an einem späteren Zeitpunkt erschwinglich), dann kommt man durch das "für's Geld kämpfen" automatisch auf ein ausreichend hohes Level. Den Schwierigkeitsgrad empfand ich daher als recht angenehm und das Abspeichern in der Kirche reichte völlig. :)
l
Zuletzt geändert von NegCon am 16.03.2013, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
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NJW
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Beitrag von NJW »

Echt super gut zusammengefasste Review,habs ma kurz auf dem Emu ma angespielt und jaa es ist echt super und hat den Charme alter PSX Games und trotz Random Encounter doch super aufgemacht und allein dass ich Akira Toriyama Super finde muss man das Spiel mögen XD Aber apropo Artworks wie hieß der Zeichner zu FInal Fantasy VI war das Yoshitaka Aman richtig?Und wer war für die Zeichnungen von FF VII zuständig,finde ich auch super,ebenso den Zeichenstil zu Breath Of Fire Reihe :D
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