Fallout - New Vegas

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-Stephan-
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Fallout - New Vegas

Beitragvon -Stephan- » 06.02.2011, 12:39

So, da ich dieses Spiel inzwischen zwar noch nicht beendet (ich zögere noch), aber knapp 120 Stunden gespielt habe, wirds Zeit für einen Testbericht :D

Zunächst muss ich sagen das der Vorgänger, Fallout 3, zu meinen absoluten Lieblingsspielen der letzten Jahre gehört. Eine wundervoll gestaltete Welt, in der man im Endeffekt machen kann was man will und eigentlich immer Neues entdeckt, einfach fabelhaft. Das haben sich wohl auch die Jungs von Bethedsa gedacht, denn sie gehen in Fallout: New Vegas den erfolgreichen Weg konsequent weiter.

Das macht sich am Anfang direkt am Gameplay bemerkbar. Wer Fallout 3 gespielt hat, kommt hier auch direkt ohne jegliche Probleme klar. Spieltechnisch gesehen ist es eigentlich mehr eine Fortführung von Teil 3, in jeglicher Hinsicht. Geändert hat sich natürlich die Story, sowie der Schauplatz. Die Handlung in die Mojave zu verlegen war recht riskant und hat bei mir anfangs nicht wirklich Begeisterungsstürme hervorgerufen, aber die Entwickler haben es geshafft, auch diesen Ort mit Leben zu erfüllen.

In Fallout: New Vegas ist man als Kurier unterwegs, der einen Chip überbringen muss. Wie man sich denken kann geht das schief, und wir werden erstmal über den Haufen geschossen, bis uns ein liebenswerter Roboter wieder aus unserem Grab herausholt, und uns zum nächstliegenden Doktor bringt. Dort geben wir erstmal in gewohnter Weise unsere Stärken und Schwächen an. Alles nicht so spektakulär wie in Teil 3, aber durchaus ok. Von da an machen wir uns also auf die Suche nach dem, der uns umbringen wollte, und versuchen die Gründe dafür rauszufinden.

Soweit, so unspektakulär, vergleicht man es mit der Story in Fallout 3. Man dümpelt also erstmal durch die näherliegenden Ortschaften, erfüllt erste Aufträge und levelt sich ein wenig hoch, ehe es in die Wüste rausgeht. Sollte man zumindest tun, denn die Gegnerschaft hat es ordentlich in sich, und Mutanten sind da diesmal das geringste Übel ;) Und die Mojave ist alles andere als ein friedliebiger Ort, auch an verschiedenen Parteien mangelt es nicht. Da hätten wir beispielsweise die beiden Hauptgruppierungen, die RNK, quasi die guten, und Ceasars Legion, die die Mojave durch ihr striktes und unbarmherziges Wirken erobern möchte. Neben diesen Hauptgruppierungen tummeln sich noch zahlreiche andere Gruppen in der Mojave, von der bereits bekannten Bruderschaft des Stahls bis hin zu Banditen und Elvis Nachahmern. Und wie in Fallout üblich, kann man sich jeder Gruppierung anschließen wie man will.

Hier beginnen auch wieder die Stärken von Fallout. Es gibt massig zu entdecken und zu tun. Welchen Weg man einschlägt, bleibt einem völlig selbst überlassen. Die zu erkundene Welt ist zwar ein wenig kleiner als die in Fallout 3, allerdings liegen die Ortschaften meiner Einschätzung jetzt auch näher beieinander, dass gleicht sich somit wieder aus. An Quests mangelt es auch keinesfalls, teilweise weiß man gar nicht mehr, was man als erstes machen soll. Sprich, Fallout: New Vegas ist kein Add-On, sondern wirklich ein eigentständiges Spiel.

Bethedas muss sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, in der Zeit zwischen den beiden Spielen wenig geändert zu haben. Meiner Meinung nach ist das gut und schön, denn der Vorgänger war einfach grandios, aber weder von der Grafik, noch vom Gameplay hat sich groß etwas geändert.

Kommen wir mal zu den Änderungen gegenüber dem Vorgänger: Man darf jetzt beispielsweise zwei Begleiter mitnehmen, und denen auch gewisse Befehle geben, beispielsweise ob sie aktiv oder passiv angreifen, zudem sind sie jetzt gute Gepäckträger :D Es gibt nun auch einen so genannten Hardcore-Modus, dort hat dann beispielsweise auch Munition ein Gewicht, zudem wirken Stimpacks, etc. erst nach einiger Zeit. Eher für sehr fortgeschrittene Spieler was, denn die Mojave ist wie gesagt kein sonderlich freundlicher Ort. Neben den bekannten Gegnern wie RAD-Skorpionen, Mutanten oder den allseits beliebten (und noch tödlicheren) Teufelskrallen findet sich nun auch ein so genanntes Nachtvolk im Spiel wieder, Ghule gibts natürlich auch. Häufiges Speichern ist anzuraten, denn man kann ohne weiteres mal in ein Rudel Teufelskrallen geraten, und dann hat man ein Problem, sofern man nicht schnell genug ist.

Kommen wir zur dargstellten Welt, der Mojave. Im Gegensatz zum Vorgänger ist von der Enklave nicht mehr viel zu sehen, auch die Bruderschaft spielt eher eine untergeordnete Rolle. Hier geht es hauptsächlich um den Konflikt zwischen der RNK (Republik Neu-Kalifornien) und Ceasars Legion. New Vegas wurde im Gegensatz zu Washington größtenteils vom nuklearen Holocaust verschont, aber auch hier gibts genügend Vaults und zerstörtes Land. Das namensgebene New Vegas ist nur ein kleiner Teil der Welt, wenn wohl auch der best erhaltenste. Aber auch abseits davon gibts wie gewohnt mehr als genügend zu entdecken. Bis hierhin haben die Jungs von Bethedsa alles richtig gemacht. Die Mojave lebt, es gibt viel zu entdecken und genügend Menschen und Gruppierungen.

Kommen wir jetzt aber mal zu den Mängeln, beispielsweise den Quests. Die sind soweit völlig in Ordnung, kommen aber nicht an den Glanz mancher Quests von Fallout 3 ran, beispliesweise Traquility Lane. Und mir persönlich hat auch das vom Atomkrieg zerstörte Washington einfach besser gefallen, was aber halt eine persönliche Einschätzung ist. Und dann wäre da noch die Sache mit den Bugs: Gut, jedes Spiel hat heutzutage welche, aber was die Jungs von Bethedsa da teilweise gebracht haben, geht über die Schmerzgrenze. Wenn man zig mal seine Xbox neu starten muss weil das Spiel mal wieder abgestürtz ist, dann heut das ordentlich auf die Motivation. Absolut unerklärlich, da lief Fallout 3 besser.

Um es abschließend einzuordnen, Fallout New Vegas ist ein würdiges Nachfolgerspiel zu Fallout 3, mit minimalen Änderungen. Wer Teil 3 liebte, kann auch hier nicht viel falsch machen. Neuerungen sollte man allerdings nicht erwarten, vom Gameplay her ist es fast exakt das gleiche wie in Fallout 3. Bethedsa hat es aber geschafft, die Motivation von Teil 3 auf New Vegas zu retten, man wandert immer noch genüsslich durch die Welt und schaut immer wieder nach etwas neuem zu entdecken, ohne überhaupt die Hauptquest zu spielen. Ich gebe mal 89%, werde aber beizeiten noch was schreiben wenn ich komplett durch bin :D

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Beitragvon NegCon » 06.02.2011, 14:15

Danke für das Review! :) Ich bin ja noch nicht so weit im Spiel, aber ein paar der Änderungen sind jetzt doch etwas größer ausgefallen als erwartet. Vor allem das mit den Fraktionen, die einem, je nachdem was man macht, positiv oder negativ gesinnt sind, gibt dem Ganzen nochmal einen Kick, wobei ich erst vor kurzem damit angefangen habe mir Freunde und Feinde zu schaffen. ;)

Btw. wenn es dir nichts ausmacht, dann würde ich den Link zu dem Review hier auch gerne twitter. ;)
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-Stephan-
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Beitragvon -Stephan- » 26.02.2011, 18:20

Ja klar, kein Problem, gerne :) Gilt für alle Reviews, etc. hier, kannst du gerne twittern :)

Ich hab mir jetzt letztens auch den ersten DLC geholt, aber noch nicht reingschaut. Die Levelerhöhung ist auf jeden Fall nützlich, soll auch gar kein allzu schlechtes Szenario sein. Ärgerlich nur, das wohl noch mehr Bugs als im Hauptspiel drin sein sollen...
Zuletzt geändert von -Stephan- am 26.02.2011, 18:20, insgesamt 1-mal geändert.


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