Gameplan - Spielekonsolen und Heimcomputer

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-Stephan-
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Gameplan - Spielekonsolen und Heimcomputer

Beitrag von -Stephan- »

So, ich mache jetzt einfach mal eine Buchvorstellung :D

Und zwar dreht es sich um das Buch "Gameplan - Spielekonsolen und Heimcomputer". Ich bewerte dir mir vorliegende zweite Auflage, inzwischen ist bereits eine dritte erschienen, den Link setze ich dann dazu passend.

Gameplan - Spielekonsolen und Heimcomputer wurde von Winni Forster geschrieben, der vielen noch durch seine Zeit bei der Power Play bzw. Video Games bekannt sein dürfte. In dem mir vorliegenden Buch werden knapp 400 Konsolen und Computer (inklusive verschiedener Variationen und Nachfolger, die nur kurz genannt werden) aus den Jahren 1972 - 2005 vorgestellt.

Die Spannweite reicht hier von den Anfängen (Magnavox Odyssey) über sehr bekannte Systeme (C-64, Amiga, Game Boy, Mega Drive, SNES, Playstation) über amerikanische, englische, japanische und selbst taiwanesische (Watara Supervision) Systeme bis in die damals aktuelle Zeit von PS 2 und Xbox und erstreckt sich insgesamt über 224 Seiten.

Sehr positiv fällt zunächst Gestaltung des Buches auf: Gameplan will nicht langweilen, sondern unterhalten. Über 600 exklusive Photos, fast jedes System ist abgebildet. Das Buch liest sich sehr unterhaltsam, und zu jedem System finden sich Zahlen zu verkauften Geräten, Spielen, welches Spieledatenträger genutzt wurden sowie der jeweiligen Erscheinungszeit und bis wann sie entwickelt wurden. Als Bonbon werden auch noch die erschienenden Varianten und Nachfolges der jeweiligen Systems genannt.

Die meisten Systeme werden auf meist 1 - 4 Seiten (einige Systeme wie der Amiga auch mehr) beschrieben, natürlich auch mit bestimmten Spielehighlights, die die jeweiligen Systeme aus Sicht des Autors mit geprägt haben. immer wieder finden sich auch nette Anekdoten, so das keine Langeweile beim Lesen entsteht.

Ganz im Gegenteil, denn die Mischung aus Text, Bildern und Information ist meiner Meinung perfekt. Man wird nicht mit Zahlen überschüttet, sondern kann sich dank der Bilder auch immer direkt ein passendes Bild zur jeweiligen Konsole machen.

Sicherlich ist die Aufzählung nicht vollständig komplett, einige Systeme, wie beispielsweise chinesische Nachbauten sind nicht drin zu finden. Aber was der Autor in dieses Buch gepackt hat ist bemerkenswert. Eine Gegenüberstellung der technischen Daten der einzelnen Systeme rundet das Buch schließlich gut ab.


Fazit: Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der sich für die Geschichte der Spielkonsolen und Heimcomputer interessiert. Es ist eine fast perfekte Mischung aus Bildern, Texten und Informationen. Man schmökert immer mal wieder gerne rein und liest genüsslich mit. Vor allem die "Exoten" faszinieren, unglaublich was es da alles so gab. Ob die ganzen Daten jetzt 100% stimmen kann ich natürlich nicht sagen, dafür fehlt mir dann doch das genaue Fachwissen, und auch in Wikipedia steht beispielsweise nicht immer alles wahre drin. Das tut dem Buch meiner Meinung nach nichts, die Aufmachung stimmt einfach.

Wertung: 9,5/10

Ich würde übrigens zur aktuellen Version raten, die es auch auf der Homepage zu bestellen gibt. Sie ist die wohl bei weitem ausführlichste.


Info: Spielekonsolen und Heimcomputer ist der erste Teil der bisher dreiteiligen Gameplan Reihe. Teil 2, Joysticks, behandelt eben diese Sektion (natürlich auch Gamepads) und zeigt bekannte, interessante und originelle Modelle aus den Jahren 1972 - 2004. Auch hier gibt es eine Empfehlung von mir, wenn gleich das Buch mit 144 Seiten geringer ausgefallen ist.

Teil 3 nennt sich Lexikon der Computer- und Videospiele. Auf fast 400!! Seiten finden sich hier Informationen über (Zitat Umschlag) 1850 Personen, 4500 Spiele und 1300 Firmenporträts. Hier würde ich mir vielleicht erst mal die Leseproben auf der Homepage ansehen, da dieses Buch von den anderen beiden abweicht, und eher als Lexikon angesehen werden sollte. Sprich, wenig Grafiken, kurze Texte die das wesentliche wiedergeben. Bei der Menge dürfte es mitunter jedoch schwer sein zu sagen was das wesentliche ist, und was nicht. Und als Laie ist es natürlich unmöglich zu sagen ob alles so richtig geschrieben wurde oder nicht.

Weitere Bücher sollen folgen, Gameplan 3 beispielsweise, welches sich ausschließlich mit Software befassen soll, und dann eigentlich 2010 erscheinen sollte; wird mal Zeit :D


Preise und weitere Leseproben könnt ihr auf der offiziellen Homepage ersehen :)
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NegCon
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Beitrag von NegCon »

Ich habe mir das Buch damals gekauft als es frisch veröffentlicht wurde, von daher habe ich auch noch die 1. Auflage (Spielkonsolen und Heimcomputer 1972 - 2002). Dort werden die damaligen brandneuen Konsolen wie PS2 und GameCube nur kurz angesprochen, da es die Systeme noch nicht lange auf dem Markt waren. In der neusten Auflage dürfte das llerdings anders sein, da diese dahingehend immer erweitert werden, zumindest was ich so darüber mitbekommen habe. Von daher würde ich auch immer zur aktuellsten Ausgabe raten. :)

Ansonsten kann ich mich eigentlich nur dem Review anschließen, fand das Buch sehr interessant auch die die Fotos der Geräte sind recht gut, alles wirkt wie frisch und neu aus der Verpackung genommen. :D

Btw. das Buch über Joysticks interessiert mich persönlich jetzt nicht so von der Thematik her, allerdings habe ich auch schon ein paar Mal überlegt, ob ich mir das über die Spielemacher kaufen soll. Scheint auch recht interessant zu sein.
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ShadowAngel
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Beitrag von ShadowAngel »

Original von -Stephan-
Ob die ganzen Daten jetzt 100% stimmen kann ich natürlich nicht sagen, dafür fehlt mir dann doch das genaue Fachwissen, und auch in Wikipedia steht beispielsweise nicht immer alles wahre drin.
Da sind genug Fehler und Unwahrheiten versammelt. Selbst auf der offiziellen Gameplay Seite gibt es eine "offizielle Liste" von Fehlern und die ist schon verdammt lang und listet ungefähr nur die Hälfte aller Fehler und vergessenen Sachen auf (Und das obwohl das Buch schon in der zweiten Auflage ist).
as ist einfach nur schludrige Arbeit was da geleistet wurde, wenn die Leser den Autor auf Fehler hinweisen und als Quellennachweis dann etwa alte Artikel nutzen, wo der Autor Winnie Forster heißt :ok:
Genauso finde ich es schon etwas arm, wenn selbst offizielle Zusatzhardware vergessen und ignoriert wird, wie etwa Segas Menacer, die Light Gun für das Mega Drive (Die nichtmal die einzige Light Gun für das Mega Drive war, aber eben die offizielle von Sega und dann behaupten, das Mega Drive hätte nie Light Guns gehabt ist schon etwas arm)

Sicher mag man sich darüber streiten, wie wichtig die korrekte Angabe der maximalen Pixelgröße des Grafikchips einer Konsole ist, aber gerade wenn dafür Geld verlangt wird, sollte es korrekt sein und gerade darum geht es mir: Winnie Forster schreibt so viel Bullshit in seinen Büchern, schreibt genug falsches von Wikipedia ab und macht damit sicher nicht gerade wenig Geld. Die meisten Leute kaufen es, lesen es und folgen Bart Simpsons Denkweise ("It's in a Book, so it has to be true") und übernehmen diese Fehler dann in Diskussionen und beharren darauf, weil es eben in dem Buch eines ehemaligen Power Play Schreiberlings steht und der ja "Recht haben muss, weil er Erfahrung hat" oder "Ich fand den früher bei der Power Play so toll, ich glaub alles, was der sagt".

Original von -Stephan-
Das tut dem Buch meiner Meinung nach nichts, die Aufmachung stimmt einfach.
Es ist die Frage, weshalb ich so ein Buch lese. Will ich mich weiterbilden und was lernen? Dann ist das Buch praktisch unbrauchbar.
Hab ich schon ein bisschen Wissen und nehm nicht eine Quelle als die einzig wahre? Dann ist es zur Unterstützung wohl ganz in Ordnung, wenn ich immer bereit zur Fehlersuche bin.
Wenn ich dagegen Halbwahrheiten und Unsinn lesen will, schau ich lieber bei Wikipedia nach. Das ist kostenlos

Wie ich schon an anderer Stelle dieser Seite schrieb: Winnie Forster soll zur Bild, da ist er mit seinen Lügen und Halbwahrheiten absolut perfekt aufgehoben

Original von -Stephan-
Teil 3 nennt sich Lexikon der Computer- und Videospiele. Auf fast 400!! Seiten finden sich hier Informationen über (Zitat Umschlag) 1850 Personen, 4500 Spiele und 1300 Firmenporträts. Hier würde ich mir vielleicht erst mal die Leseproben auf der Homepage ansehen, da dieses Buch von den anderen beiden abweicht, und eher als Lexikon angesehen werden sollte.
Was leider auch voller Fehler und idiotischer Behauptungen ist. :rolleyes:


Bislang gab es nur ein Buch über Videospiele und Konsolen, sowie die ganze Geschichte, mit dem ich zufrieden bin, das ist "The ultimate History of Video Games" von Steven L. Kent. Dieser hat mehrere Jahre an dem Buch gearbeitet und das merkt man einfach. Faktisch ist das zu 99% akkurat und sehr toll zu lesen.
Die besten anderen Bücher sind jene, die sich ganz gezielt um ein Thema drehen. Etwa das geniale "Masters of Doom" Buch rund um id Software.
Phoenix: The Rise and Fall of Video Games von Leonard Herman ist auch sehr empfehlenswert.
Alles natürlich auf englisch, aber die Sprache kann man ja heutzutage.
Am allerbesten generell wären die japanischen Bücher. Sega hat in den 90ern/2000 sehr interessante Bücher rausgebracht, eines drehte sich um die Firma selbst, ein weiteres um die bekanntesten Designer und dann gab es noch jeweils eines zu jeder Konsole.
Leider können die wenigsten Menschen japanisch und außerhalb Japans sind die Bücher offiziell auch nie erschienen.
-Stephan-
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Beitrag von -Stephan- »

Wobei ich mir derzeit am überlegen bin auch noch die überarbeitete Version von 2009 zu holen. Das sind dann insgesamt 240 Seiten (zum Vergleich, Gameplan 1 144 Seiten, Gameplan 2 214 Seiten). Nur dafür dann den vollen Preis? Tue ich mich ein wenig schwer mit, wer weis wie oft das noch aktualisiert wird...

Computer- und Video Spielmacher ist sicherlich nicht schlecht, ich würde dir da aber wirklich empfehlen die Leseproben anzuschauen. So wie dort ist das gesamte Buch gemacht; relativ kurze Texte und schwarz-weiß. Die jewiligen Einträge sind unterschiedlich, jemand wie Sid Meier hat natürlich mehr Platz drin als ein fast unbekannter Hersteller. Ich fands völlig ok so, ist aber wohl auch Geschmackssache.

Joysticks ist sicherlich nur was für Fans. Es ist ebenfalls sehr informativ, aber da hätte noch mehr reingepasst. Viele der Geräte kennt man selbst, einige Highlights wie der PowerGlove oder der Power Shovel Controller (für Baggerspiele!!) oder das Dragon Quest Schwert (Japaner, wer sonst :D) sind ihre Einträge aber durchaus wert :D

Btw. wegen dem Software Gameplan hab ich mal bei Winni Forster angefragt, mal sehen ob ne Antwort kommt :)
Zuletzt geändert von -Stephan- am 27.09.2010, 21:19, insgesamt 2-mal geändert.
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NegCon
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Beitrag von NegCon »

Schade, dass er NinRetro und das Forum höchstwahrscheinlich nicht kennt, sonst würde mich interessieren, was er zur Diskussion zu sagen hätte. Bzw. könnte gleich wegen Software Gameplan angworten. :gap:
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greevier
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Beitrag von greevier »

Es ist die Frage, weshalb ich so ein Buch lese. Will ich mich weiterbilden und was lernen? Dann ist das Buch praktisch unbrauchbar.
Hab ich schon ein bisschen Wissen und nehm nicht eine Quelle als die einzig wahre? Dann ist es zur Unterstützung wohl ganz in Ordnung, wenn ich immer bereit zur Fehlersuche bin.
Wenn ich dagegen Halbwahrheiten und Unsinn lesen will, schau ich lieber bei Wikipedia nach. Das ist kostenlos

Wie ich schon an anderer Stelle dieser Seite schrieb: Winnie Forster soll zur Bild, da ist er mit seinen Lügen und Halbwahrheiten absolut perfekt aufgehoben


Muahaha so geil :D Hat zwar nichts mit dem Thema zu tun , aber Angel ist immer so Negativ ;D
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-Stephan-
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Beitrag von -Stephan- »

Hm, die Frage ist einfach, wer weis es am genauesten?! Schaue ich mir beispielsweise die Erratas zum Gameplan auf der Homepage an, so sind dort auch einige Updates und Kleinigkeiten dabei; sicherlich ist es streitsam ob in einem Buch HK für Hongkong geschrieben wird, aber durchaus zu verschmerzen. Wie auch die meisten Punkte Kleinigkeiten sind.

Ich denke schon, dass Winnie Forster für seine Bücher recherchiert; speziell auf den Gameplan Spielekonsolen und Heimcomputer bezogen befindet sich am Ende des Buches ja auch ein entsprechender Quellennachweis. Es ist schlichtweg nur nicht möglich, alle Quellen auszuwerten. Gerade in Zeiten eines Internets, in denen immer mehr Menschen alles zu wissen scheinen.

Aber mal davon abgesehen, wer definiert denn was genau richtig ist und was nicht? Beispiel Verkaufszahlen: Die wurden denke ich schon immer geschönt; also dürfte man dementsprechend nicht mal den Herstellerangaben Glauben schenken. Wem bitte dann? Hat sich irgendein Mensch mal die Mühe gemacht und genau gezählt wie viele Magnavox produziert wurden? Und ist es wirklich erheblich, ob es 100.000 oder 120.000 waren? Liest irgendjemand jedes Interview was beispielsweise Personen wie Sid Meier gegeben haben? Was ist, wenn teilweise unterschiedliche Angaben gemacht wurden, welche sind dann richtig?

Fakt ist, du kannst für so ein Buch einfach nicht jedem Hinweis nachgehen, jedes Buch lesen, jede Internetseite die sich damit befasst durchlesen. Du musst dich auf gewisse Quellen verlassen, und natürlich können die auch Fehler enthalten. Wenn man jedes Sachbuch, jede Biographie und teils auch Lexikas mal nach Fehlern auseinander nimmt, dann würden von den fehlerfreien nicht mehr viele auf dem Markt sein.

Hinsichtlich des Computer- und Videospielmacher Buches stimme ich allerdings teilweise zu. Wenn man ein selbsternanntes Lexikon rausbringt, welches so viele Personen, Spiele und Firmenportraits durchgeht, dann muss dementsprechend recherchiert und ausgewertet werden. Gerade wenn so ein Mammutwerk von einer Person gestemmt wird. Die Diskussion über das Buch ist mir bekannt, aber auch da gilt, woher haben die Leute ihre Behauptungen?

Aber irgendwie sind die Diskussion ja auch was schönes, oder?
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ShadowAngel
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Beitrag von ShadowAngel »

Ich hab mir mal etwas Zeit genommen, um die Bücher etwas auseinander zu nehmen, nicht das es so wirkt, ich würde nur Bashing ohne Begründung betreiben und um zu unterstreichen, warum ich nicht viel von diesen Büchern halte.
Original von -Stephan-
Ich denke schon, dass Winnie Forster für seine Bücher recherchiert; speziell auf den Gameplan Spielekonsolen und Heimcomputer bezogen befindet sich am Ende des Buches ja auch ein entsprechender Quellennachweis. Es ist schlichtweg nur nicht möglich, alle Quellen auszuwerten. Gerade in Zeiten eines Internets, in denen immer mehr Menschen alles zu wissen scheinen.
Sollte es nicht gerade dank des Internets einfacher sein? Da kann man online nach Quellen schauen, man kann mitunter sogar Bücher online zum lesen finden (Google bietet ja sowas an) und online kann man mitunter sogar am einfachsten mit Menschen aus der Branche in Kontakt zu treten.

Und wie gesagt, gerade Fehler bei den Hardwareangabe oder zu Hardwarezubehör sollten eigentlich nicht passieren, denn das sind ja keine Sachen, wo man auf 20 Webseiten 20 unterschiedliche Angaben findet sondern einfach feste und nachvollziehbare Fakten.
Flüchtigkeitsfehler? OK, die können wie Schreibfehler passieren, aber dafür hab ich doch Korrekturleser, die darüber gehen und nachschauen? Ich mein, das ist ein Buch, das wird kommerziell vertrieben, da wird Geld für verlangt, also kann man doch auch eigentlich gute bis sehr gute oder nahezu perfekte Arbeit verlangen.
Ein gutes Beispiel hierführ beim Game Gear Artikel: "Zuletzt erscheinen Ende 1996 G-Sonic und Virtua Fighter Mini". G-Sonic heißt international Sonic Blast, warum der unbekannte japanische Name? Das gleiche bei Virtua Fighter Mini(Animation ist es international) und die Behauptung ist auch falsch, das letzte Game Gear Spiel war The Lost World: Jurassic Park, im August 1997 erschienen.
Auch merkwürdig ist die Aussage "Nachdem Sega erst Oldies wie Space Harrier, Wonderboy und Shinobi liefert, profitiert das Game Gear später vom Mega Drive Erfolg und erhält Umsetzungen neuer Marken". Das klingt fast so als wurde da etwa das erste Shinobi konvertiert, das geniale und eben Game Gear exklusive Shinobi war doch damals einer der Hauptgründe für den Kauf des Geräts.

Original von -Stephan-
Aber mal davon abgesehen, wer definiert denn was genau richtig ist und was nicht?
Die meisten Sachen sind bekannt. Wenn das NES also Sprites in der Größe 8x8 oder 8x16 Pixel darstellen kann, ist das ein Fakt. Notfalls schaue ich da selbst nach und man braucht für sowas nicht mal allzu große Programmierkenntnisse.
So schreibt er etwa beim Master System, das dieses im Gegensatz zum Mark 3 einen verbesserten Sound habe, dies trifft allerdings nur für die 1987 in Japan (bis dahin hat man das Mark 3 genutzt) veröffentlichte Master System Version, denn nur die hat den Yamaha FM Chip, alle anderen Versionen nicht.
Bei der PC Engine wird am Ende des Buches die Anzahl der Farben mit 32 angegeben, was nicht stimmt. Die PC Engine kann bis zu 482 (aufgeteilt in Hintergrund und Sprites und maximal 16 Farben pro Sprite) darstellen.
Auch einige kleinere Datenfehler haben sich da wie gesagt eingeschlichen, etwa dass das SNES 1990 und nicht wie da angeben 1989 auf den Markt kam. Genauso wie 1987 beim Master System falsch ist, da nennt man entweder 1985 (als das Mark3 auf den Markt kam) oder 1986 als das Master System in Nordamerika auf den Markt kam (Und wenn man dort den Europastart als Datum nimmt, womit 1987 stimmt, müsste man das auch bei allen anderen Konsolen so machen. Also entweder, oder, aber nicht queer durchs Gemüsebeet.
Genauso quer und schräg sind die MHz Angaben, teilweise wirds auf 2 Kommastellen exakt angegeben (etwa 3,58 beim SNES) bei anderen gibts nur eine Stelle (Mega Drive statt 7,67 einfach 7,6)

Beim Mega Drive schreibt er etwa, das dieses grafisch dem Amiga überlegen sei. Eine Aussage die rein technisch schon nicht stimmt und man sieht es sehr gut bei konvertierten Spielen. James Pond etwa sieht in der Amiga 500 Version wesentlich besser aus als die MD Fassung, von der Amiga 1200 Fassung will ich gar nicht erst anfangen.
Genauso wie die Aussage nicht stimmt, das die anderen Hersteller keine Spiele für das MD entwickeln um es sich nicht mit Nintendo zu verderben. Denen war es gar nicht erlaubt, für andere Konsolen zu entwickeln, die Hersteller mussten die bekannten Knebelverträge von Nintendo unterschreiben (Maximal 5 Spiele im Jahr für eine Konsole, Nintendo hat bei allem Mitspracherecht bis hin zum Verpackungsdesign und allenfalls dürfen Spiele an andere Hersteller lizenziert werden, allerdings erst nach einer gewissen Wartezeit - nebst von den Nintendo USA auferlegten Zensurrichtlinien)

Oder beim SNES Artikel: Als Trumpf gegen das Mega Drive erweist sich der Grafik-"Mode7". Mode7 ist ungefähr genauso ein Marktschreierwort wie "Blast Processing" (Mega Drive).
Es ist nichts weiter als Texture Mapping mit Rotating und Scaling, auch das Mega Drive kann diesen Effekt, es wurde nur sehr selten eingesetzt, da die softwareseitige Entwicklung vielen zu aufwendig war. Spiele wie Panorama Cotton und Red Zone zeigen aber z.B., was das Mega Drive so alles kann. Aber über die Hardware und die Fähigkeiten und ob nun Mega Drive oder SNES besser ist, kann man bis zum jüngsten Tag diskutieren.

Niedlich finde ich auch die Behauptung, dass das Mega Drive durch das Sega/Mega CD zur "konkurrenzlos starken Hardware" wird. Die PC Engine hatte zu der Zeit auch schon längst ein CD-Rom und technisch nahm sich das alles nicht viel, zumal doch eigentlich das Neo Geo immer noch am beeindruckendsten war, was Grafik und Sound anging.
Und dass das Sega/Mega CD mal wieder als Flop tituliert wird nervt auch. Das Teil hat sich über 6 Millionen mal verkauft. Wenn man das mit anderer Zusatzhardware vergleicht (Das CD-Rom vom Jaguar verkaufte sich etwa nur maximal 20.000x verkauft, das 64DD vom Nintendo 64 nur 15.000x, das 32x nur etwa 670.000x) ist das eine große Zahl. Selbst viele Konsolen haben sich wesentlich schlechter verkauft (Etwas das Neo Geo mit einer ca. 1 Million in 15 Jahren, der Virtual Boy mit etwa 770.000 Stück oder etwa das Intellivision mit 3 Millionen) und wenn es so ein Flop gewesen ist, hätten die Hersteller dann wirklich bis 1996 Spiele entwickelt? 220 Spiele is ja doch recht eine stolze Zahl für ein Add-On, einige der oben genannten Konsolen haben nicht so viele Spiele erhalten...
Das ist einfach nur so eine populäre Phrase "Die beiden Zusatzgeräte fürs Mega Drive sind ein Flop" und so wird es übernommen, ohne darüber nachzudenken. Was man auch in jedem hingekotzten Artikel von etwa IGN oder 4Players so lesen könnte.

Auch so eine schwachsinnige Behauptung ist beim Dreamcast, das die Konsole bereits Ende 1999 dem "Ende entgegentrudelt". Ende 1999 ist die Konsole überhaupt erst in Nordamerika und Europa erschienen und hatte in Nordamerika den bis dato größten und erfolgreichsten Konsolenlaunch überhaupt (98.4 Millionen Dollar Einnahmen am ersten Tag, etwa 150 Millionen Dollar in der ersten Woche. Zum Vergleich, der Gamecube hat in der ersten US Verkaufswoche gerade mal 50 Millionen Dollar Umsatz eingebracht) und später, Mitte 2000 gab es dann nochmal einen großen Dreamcast Boom, wo man immerhalb von 2 Monaten die Verkäufe um fast 160% anheben konnte. Bergab ging es erst danach, dann aber im Rekordtempo.

Wo wir schon bei Nintendo sind, NES Artikel: Das Roboterzubehör von Gunpei Yokoi heißt nicht "Robot" sondern "R.O.B." (Robotic Operating Buddy). Das sollte man nun wirklich wissen...

Das sind einfach alles Sachen, wo ich mich wirklich frage, wie da gearbeitet wurde. Manche Behauptungen sind auch so subjektiv und persönlich, das hat in einem Buch, das als Nachschlagewerk dienen soll, eigentlich nichts verloren. Wie etwa das schwachsinnige Q&A Rating bei jeder Konsole oder die doch mehr als fragwürdige Behauptung, die PC Engine wäre die "ultimate 2D-Spielmaschine". Ich denke da hat jeder eine eigene Meinung, manche würden das über das SNES behaupten, andere über das Mega Drive und was ist mit dem Saturn, von den Spielen her wohl eher die beste 2D-Konsole.
Und generell: Was ist bei Winnie alles ultimativ und stark? Man kann es ja wirklich übertreiben...

Oder etwa beim PS2 Artikel "Technik-Ignoraten, Mädchen und Familien, denen moderne Videospiele und komplexe Dualshock2-Steuerung zu suspekt sind..."
Klischeemania is running wild, brother! Sowas sollte man sich eigentlich sparen, zumal das Dualshock 2 jetzt auch nicht "komplexer" als das Dualshock 1 ist...
Original von -Stephan-
Beispiel Verkaufszahlen: Die wurden denke ich schon immer geschönt; also dürfte man dementsprechend nicht mal den Herstellerangaben Glauben schenken. Wem bitte dann? Hat sich irgendein Mensch mal die Mühe gemacht und genau gezählt wie viele Magnavox produziert wurden? Und ist es wirklich erheblich, ob es 100.000 oder 120.000 waren?
Da gebe ich dir absolut Recht, gerade die Verkaufszahlen lassen sich unter Umständen gar nicht nachvollziehen. Manchmal geben Unternehmen diese auch gar nicht an sondern nennen lediglich die ausgelieferte Menge oder was Nintendo oft tat: Bei den Verkaufszahlen auch die Einheiten mitzählen die den Konsolen beilag (Mag ja schön sein, das Super Mario Bros. sich über 40 Millionen Mal verkauft hat, aber wohl mindestens 35 Millionen kommen daher das es dem NES beilag, das gleiche gilt etwa für Tetris)
Eine sehr nette Diskussion zu dem Thema gab es bei Sega-16 zum Mega Drive, wo Nachforschungen ergaben, das sich die Konsole in den USA wohl mindestens 20 Millionen statt den bislang angenommenen 14 Millionen mal verkauft hat und die Zahlen von TecToy wurden auch ignoriert (2-2,5 Millionen verkaufte Mega Drives allein dort)
Da wird man wohl nie 100% korrekte Nummern ausfindig machen können. Das kritisiere ich auch nicht.

Original von -Stephan-
Liest irgendjemand jedes Interview was beispielsweise Personen wie Sid Meier gegeben haben? Was ist, wenn teilweise unterschiedliche Angaben gemacht wurden, welche sind dann richtig?
Das einfachste, um zu dem erwähnten Ultimate History of Video Games Buch zurück zu kommen, ist es einfach Interviews mit diesen Leuten zu führen. Es ist weder schwer diese Menschen ausfindig zu machen, noch sie zu einem Interview zu überreden. Kent hat Interviews mit allen Leuten bekommen, die er interviewen wollte, bis auf 3 Leute und Peter Molyneux hat sogar noch das Vorwort zum Buch geschrieben.
Warum sollte das ein Winnie Forster der doch durch seine Redakteursarbeit eh einen gewissen Background hat, das nicht auch können?
Klar ist das zeitaufwendig, aber ich persönlich würde sowas machen, wenn ich solche Bücher in Angriff nehme. Da sollte man doch immer mit dem Ziel ran gehen, möglichst perfekte Arbeit abzuliefern

Original von -Stephan-
Hinsichtlich des Computer- und Videospielmacher Buches stimme ich allerdings teilweise zu. Wenn man ein selbsternanntes Lexikon rausbringt, welches so viele Personen, Spiele und Firmenportraits durchgeht, dann muss dementsprechend recherchiert und ausgewertet werden. Gerade wenn so ein Mammutwerk von einer Person gestemmt wird. Die Diskussion über das Buch ist mir bekannt, aber auch da gilt, woher haben die Leute ihre Behauptungen?
Sind die meisten Bücher nicht 1-2 Mann Projekte?

Falsche Geburstdaten, Firmengründungsdaten usw. lassen sich nunmal leicht widerlegen, die meisten Firmen haben ihre Geschichte auf der Webseite und die wissen es am besten, oder?
Oder wie schon an anderer Stelle angesprochen die Wolfenstein 3D Sache. Klar, es gibt viele die glauben das wäre der erste First Person Shooter, aber das ist genauso eine schwachsinnige Behauptung wie "Dreamcast war die erste Konsole mit Onlinefähigkeit" oder "Pong war das erste Videospiel", die sich ja leider auch sehr stark halten.
Ich denke halt, gerade wenn man dann ein "Lexikon" machen will, sollte man doch gerade mit solchen Falschaussagen aufräumen, anstatt sie zu unterstützen, oder?
Ansonsten wird es noch in 100 Jahren heißen, Super Mario Bros. war das erste Jump n' Run und Nintendo hat die Videospielewelt gerettet ;)

Genauso wie mir gerade das Buch wie ein schnell hingeschludertes Werk vorkommt, fast so als hätte er das in Kaffepausen und langweiligen Stunden mit halber Aufmerksamkeit zusammengekleistert. Denn gerade wenn ich ein Lexikon machen will, sollte ich z.B. die kompletten Namen der Leute irgendwo erwähnen. Mag ja sein das Steve Wozniak eher unter dem Namen als seinem eigentlichen Geburtsnahmen Stephen Garry Wozniak bekannt ist, aber den sollte man doch eigentlich erwähnen (Bekannter Namen als Überschrift und dann etwa "Stephen Gary Wozniak wurde am blablabl in blablabla geboren". Sollte nicht schwer sein, oder?)
Das gleiche ist mit Geburts- und Gründungsdaten, wo sich Forster wohl nicht entscheiden kann, ob er nur das Jahr hinschreibt oder das komplette Datum. Mal so, mal so...man lernt eigentlich schon in der Schule im Deutschunterricht, das man es so nicht machen sollte.

Genauso wie einige Sachen etwas unglücklich formuliert sind. Wow Entertainment entstand nicht aus Sega AM1 sondern ist Sega AM1, die haben einfach nur den Namen verändert, was damals mit allen Sega-Abteilungen so geschah (Bis auf AM2 weil die zu berühmt unter dem Namen sind).
Bei Steve Wozniak klingt es fast so, als habe er Breakout entwickelt (Das hat er aber wohl von der deutschen Wiki abgeschrieben, wo Steve Jobs als Designer geführt wird. Das Konzept und der ganze Entwurf des Spiels gehen aber auf Steve Bristow und Nolan Bushnell zurück - Wozniak bastelte eigentlich nur die Hardware nach diesen Vorgaben zusammen)
Genauso wie die in dem Buch getätigte Aussage, das sich Steve Jobs nicht für Videospiele interessieren würde, etwas merkwürdig ist. Wenn das so wäre, hätte Jobs wohl kaum bei Atari gearbeitet und hätte auch nicht ursprünglich zugesagt, die Hardware für Breakout zu entwickeln (Das er das an Wozniak weiter gab, lag einfach daran, das Jobs von Atari eine Prämie für jeden eingesparten Chip bekam und Wozniak war in dieser Hinsicht talentierter, es ging da also nur darum viel Geld zu sammeln :D )
Und dann wird natürlich noch jeweils so viel erwähnenswertes bei manchen Leuten weggelassen, etwa bei John Carmack die ganze Geschichte rund um das Super Mario Bros. 3 PC Spiel, das dann zu "Dangerous Dave in Copyright Infringment" führte das dann zur Gründung von id Software führte und Commander Keen hebte sich wohl kaum wegen seiner scrollenden EGA-Grafik von anderen DOS-Spielen ab. Das konnten schon andere Spiele vorher, etwa Captain Comic, das 1988 erschienen ist.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass das Buch dann zu groß wäre, aber es wäre wohl besser gewesen, nur über die wirklich wichtigen Firmen und Menschen zu schreiben und das eben dann richtig anstatt jede kleine Kellercompany zu erwähnen (und selbst da mitunterr noch viele Sachen zu vergessen)

Original von -Stephan-
Aber irgendwie sind die Diskussion ja auch was schönes, oder?


Sicher, ist ja auch alles friedlich :)

Mal schauen wie etwa die nächste Ausgabe von dem Spielkonsolen und Computer Buch aussieht, da werden sicher wieder einige Fehler ausgebessert und irgendwann wird das ganze vielleicht doch nochmal ganz gut und brauchbar.
Zuletzt geändert von ShadowAngel am 29.09.2010, 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
-Stephan-
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Beitrag von -Stephan- »

Sorry, zeitlich komme ich leider derzeit nicht dazu das genau durchzulesen, werde sehen das ich das am WE nachholen werde :)

Winnie Forster hat übrigens wie folgt geantwortet, das wichtigste daraus wie folgt :):


"Wir arbeiten dran.

...liefern aber erstmal das - ebenfalls lang überfällige - "Volkscomputer" aus, die Geschichte von Commodore, C64, Amiga & Co.
Aus dem amerikanischen, und von Gameplan überarbeitet, z.T. erweitert. Müsste noch knapp vor Weihnachten kommen :-)

Danach steht GP3 auf dem Programm, für das wir aber redaktionell noch sicher ein Jährchen brauchen; soll schließlich gut werden.

Sorry wg. der Gameplan-Lahmheit."
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ShadowAngel
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Beitrag von ShadowAngel »

Original von -Stephan-
...liefern aber erstmal das - ebenfalls lang überfällige - "Volkscomputer" aus, die Geschichte von Commodore, C64, Amiga & Co.
Aus dem amerikanischen, und von Gameplan überarbeitet, z.T. erweitert. Müsste noch knapp vor Weihnachten kommen :-)
Da darf man gespannt sein, ob was über die DDR Computer kommt, das waren immerhin auch Volkscomputer. Die GEE hatte da mal 2006 einen sehr genialen Artikel über die Computer, den Polyplay Automat und generell wie das damals in der DDR so ablief gebracht. Das sollte schließlich nicht ogriniert werden, da es ganz besonders für Deutschland interessant ist.
Original von -Stephan-
Danach steht GP3 auf dem Programm, für das wir aber redaktionell noch sicher ein Jährchen brauchen; soll schließlich gut werden."
Na da bin ich dann schonmal gespannt was kommt. Genug Platz für Verbesserungen, Korrektueren und Veränderungen gibt es ja. Ich wünsche den Autoren Glück, das sie das alles schaffen, schließlich würde ich auch gern für meine Webseite mal ein Review zu einem Gameplan Buch schreiben das dann eine positive Wertung erhält.
-Stephan-
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Beitrag von -Stephan- »

So, Volkscomputer kann jetzt auf der Gameplan Homepage bestellt werden. 27,80 Euro sind nicht gerade wirklich preiswert, knapp 400 Seiten stark das Buch :) Ich werde es mir wohl ein wenig später holen, bin aber schön mächtig gespannt drauf.

Habs mir heute bestellt, damit der Urlaub auch mit ein wenig Lesen
versüsst werden kann; mehr dazu dann wenns die Tage eingetroffen ist,
bin mächtig gespannt :)
Zuletzt geändert von -Stephan- am 26.04.2011, 14:27, insgesamt 1-mal geändert.
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