Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

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NegCon
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 24.07.2017, 17:09

Wurde auch offen gesagt, dass man sich stilistisch an den neuen Filmen orientiert hat. Umso seltsamer, dass die Serie dann aber in der alten Zeitlinie angesiedelt ist. Die Wüste im Trailer müsste der Glutofen auf Vulkan sein, erinnert zumindest an eine entsprechende Folge in Star Trek: Enterprise, was das Ganze bestätigen würde, da 10 Jahre vor TOS Vulkan in der neuen Zeitlinie gar nicht mehr existiert.

Ich hoffe mal, dass nur der Trailer so übertrieben auf Action ausgelegt ist, um die neuen ST-Fans, die man durch die letzten Filme eingefangen hat, damit anzusprechen. Da mich der letzte Kinofilm auch positiv überrascht hat, warte ich jetzt erst mal ab, was aus der Serie wird.

Allerdings wäre es wohl passender gewesen, das Ganze zeitlich nach VOY/Nemesis anzusiedeln. Obwohl es 10 Jahre vor TOS sein soll, wirkt alles viel moderner als bei TNG und den folgenden Serien.

Schon irgendwie seltsam, dass The Orville (nimmt ähnlich wie Galaxy Quest damals Star Trek etwas auf die Schippe) mehr nach Star Trek aussieht, als die neue Star Trek-Serie:
https://www.youtube.com/watch?v=cMKECRnZe2U
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon MetalSnake » 25.07.2017, 07:52

Der Orville Trailer sieht aber auch nach Action aus. :ugly:

Da gabs doch mal noch eine Serie, die hatte im Namen nur paar Buchstaben getrennt von Doppelpunkten. Die Schauspielerin von Janeway spielte da auch mit... *grübel
Weißt du welche ich meine? Taugt die was?

NegCon hat geschrieben:Source of the post Ich hoffe mal, dass nur der Trailer so übertrieben auf Action ausgelegt ist, um die neuen ST-Fans, die man durch die letzten Filme eingefangen hat, damit anzusprechen.


Die jenigen die dann Star Trek aber nur wegen der Action gucken wären dann aber schwer enttäuscht, wenn die Serie richtig Star Trek werden würde. Dann würds schlechte Bewertungen hageln und dann wird auch das Ende der Serie nicht lange auf sich warten lassen...
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NegCon
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 25.07.2017, 12:44

MetalSnake hat geschrieben:Source of the post Der Orville Trailer sieht aber auch nach Action aus. :ugly:

Aber zumindest nicht so gezwungen "dark and gritty" wie vieles was heutzutage im Kino oder in Serien landet. Wirkt zumindest auf mich optisch von der Grundstimmung her positiver als die neue ST-Serie. ;)

MetalSnake hat geschrieben:Source of the postDa gabs doch mal noch eine Serie, die hatte im Namen nur paar Buchstaben getrennt von Doppelpunkten. Die Schauspielerin von Janeway spielte da auch mit... *grübel
Weißt du welche ich meine? Taugt die was?


NTSF:SD:SUV:: ;) Die ersten beiden Staffeln habe ich mir angeschaut. Eine Folge geht da nur gut 10 Min. Kann man also recht schön zwischendurch und nebenbei anschauen. Den Humor muss man halt mögen und es wird sich sehr viel über Krimiserien wie CSI oder NCIS lustig gemacht.

NegCon hat geschrieben:Die jenigen die dann Star Trek aber nur wegen der Action gucken wären dann aber schwer enttäuscht, wenn die Serie richtig Star Trek werden würde. Dann würds schlechte Bewertungen hageln und dann wird auch das Ende der Serie nicht lange auf sich warten lassen...

Auch wenn die erste Staffel der neuen Serie nur vergleichsweise wenig Folgen hat, glaube ich auch nicht, dass man da in jeder Folge rein vom Budget her ein großes Action-Feuerwerk abhalten kann.

Ich bin mir allerdings auch etwas unsicher, welche Zielgruppe man mit der neuen Serie ansteuern will. Mir kommt es aktuell so vor, als ob man mit dem Production Design die Fans der neuen Kinofilme anlocken will, während man die alten Fans mit der Tatsache ködern will, dass die Serie in der alten Zeitlinie angesiedelt ist. Ob das klappt bleibt abzuwarten. Bin da eher skeptisch, ob beide Fan-Bases vereinbar sind. Star Trek Beyond hat mir und einigen anderen Alt-ST-Fans überraschend gut gefallen, während die beiden Vorgängerfilme nicht so gut bei uns ankamen... das gleiche Phänomen kann ich auch im Internet verfolgen. Star Trek 2009 und Star Trek into the Darkness (Letztgenannten finde ich sogar äußerst schwach und stellenweile unfreiwillig komisch) kamen hingegen bei den neuen ST-Fans deutlich besser an. Daher scheint wohl das was die alten ST-Fans wollen und das was die neuen ST-Fans möchten nicht wirklich kompatibel miteinander zu sein.

Was mich persönlich aber fast am meisten stört ist folgendes. Bei den alten Serien war man immer sehr darum bemüht, dass das Design jeder Serie innerhalb der Reihe im Canon war. Selbst das 60-Jahre-Set-Design von TOS, das vom heutigen Standpunkt schon arg antiquiert ist, wurde bis zuletzt in Star Trek: Enterprise als gegeben angesehen und dort auch zuletzt nochmal bestätigt (imo sogar recht gut integriert), auch wenn man sich natürlich darüber streiten kann, ob ST:ENT nicht zu modern als Prequelserie für TOS aussieht (aber kann man sich schon zurechtbiegen). Star Trek: Discovery, das 10 Jahre vor TOS spielen soll, passt nun aber so gar nicht mehr ins Bild und dürfte wohl mit der Tradition brechen. Auch dass den Klingonen ein äußerst starkes Redesign verpasst wurde, finde ich nicht so toll. Eine generelle Verbesserung der Maske, ohne dass man am Design so starke Änderungen vornimmt, wäre mir lieber gewesen. Aber gut, die Andorianer in TOS, TNG (dort sah man nur einen auf dem Holodeck) oder als Statisten in ein paar ST-Filmen, sahen auch noch etwas anders aus als die in ST:ENT (die dort dank modernerer Maskentechnik imo sogar optisch recht gut wirkten), so ist es jetzt wohl auch mit den Klingonen.

Wobei mir schon klar ist, dass ein Design-Sprung bei ST schon längst überfällig ist. Ich bin da jetzt auch relativ offen, auch wenn's vielleicht nicht ganz so klingt. Schade ist halt nur, dass durch die starke Änderung des Grunddesigns die Wirkung einiger Dinge stark verpufft. Ein gutes Beispiel für mich ist hier Harry Mudd im neuen Trailer. Den Charakter kennt man zwar aus wenigen Folgen TOS (glaub zwei oder so), aber da das Umfeld jetzt komplett anders aussieht, der Charakter von einem anderen Schauspieler gespielt wird und meiner Erinnerung nach auch die Kleidung die er in der alten Serie trug, etwas anders wirkte, hätten die den Charakter von mir aus auch gar nicht auftauchen lassen brauchen. Was ich höchstens interessant finden würde, wäre z. B. eine Zeitreisefolge, in der beispielsweise Worf in der neuen Serie auftaucht. Weil es schon nett wäre, den mit neuer Klingonen-Maske zu sehen. ;) Da ST:Discovery aber ohnehin eine fortlaufende Handlung erzählt und es fraglich ist, ob Zeitreisen fürs erste überhaupt noch ein großes Thema sein werden, glaube ich nicht, dass da so schnell alte Charaktere auftauchen werden. Höchstens vielleicht William Shatner als Opa-Kirk. ;)
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 26.09.2017, 09:19

Gestern war's dann endlich soweit, die ersten beiden Folgen wurden auf Netflix online gestellt. Bisher finde ich das Ganze ziemlich in Ordnung. Als alter Star-Trek-Fan muss man zwar ein paar Kompromisse eingehen (neues Klingonen-Design, Set-Design nicht mehr mit TOS vereinbar, generelle Modernisierung bzgl. der Machart der Serie, ziemlich Action-orientiert), aber die vielen kleinen Anspielungen und Verweise auf Dinge, die man aus früheren ST-Serien kennt versöhnen einen doch mit der neuen Serie und zeigen, dass man sich schon bemüht zumindest inhaltlich den Canon einzuhalten. Auch wenn z.B. die Klingonen jetzt anders aussehen und einen etwas anderen Kleidungsstil haben, benehmen sie sich im Grunde so, wie man sie kennt. Es wird von Kahless und Sto'Vo'Kor gesprochen und man kämpft mit Bathlets, so wie man es u.a. durch die Storylines mit Worf her kennt. Außerdem wird auf Menschen, Vulkanier, Andorianer und Tellariten geschimpft, die ja die Gründungsmitglieder der Föderation sind usw. Auch andere Details, wie z.B. dass ein älteres Föderationsschiff mit alter Transportertechnologie arbeitet oder wie aus ST:ENT bekannt, mit Phasenkanone anstatt Phasern schießt, sind nette Details aka Nerdkram am Rande die man einfach so beiläufig mitbekommt.

Wer die alten Star-Trek-Serien und -Filme kennt, dem dürfte nach den ersten zwei Folgen vermutlich schon klar sein, um was sich die Serie scheinbar drehen wird. Für alle Anderen schreibe ich es mal in einen Spoiler. ;)
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Star Trek: Discovery behandelt offenbar die Auseinandersetzung zwischen Klingonen und Föderation, die ein paar Jahre dauern wird und in anderen Serien bereits angesprochen wurde. Aus diesem Konflikt entsteht später auch die neutrale Zone, die es bereits bei TOS gab und eine Art kalter Krieg, der erst in Star Trek VI sein Ende fand.


Ein paar Sachen fand ich etwas aufgesetzt, wie etwa die Kindheitserinnerungen die als Rückblende eingefügt wurden und dass der weibliche Hauptcharakter bei Sarek auf Vulkan aufgewachsen ist. Ich hätte es glaube ich sogar besser gefunden, wenn ihr Ziehvater irgendein Vulkanier gewesen wäre und nicht schon wieder Spocks Vater. Das wirkt, wie schon erwähnt, arg aufgesetzt und ist zumindest bis jetzt von der Story her auch völlig irrelevant, dass es Sarek ist.

Ansonsten ist das Intro äußerst gewöhnungsbedürftig und die Titelmusik finde ich, bis auf die die TOS-Anspielung am Anfang und Ende, auch nichts besonders. Da waren die Stücke der alten Serien irgendwie einprägsamer.

Die Hardcore-TNG-Fans regen sich zwar im Internet schon wieder über die Serie auf, aber die fanden ja auch schon ST:ENT doof, weil's ein Prequel war. ;) Ironischerweise kann man Star Trek: Discovery als Fortsetzung zu Star Trek: Enterprise betrachten, die 100 Jahre später stattfindet. Ähnlich wie damals TNG eine Fortsetzung zu TOS war und ebenfalls 80 bis 100 Jahre später spielte.

Bin auf jeden Fall schon gespannt, wie es bei Folge 3 nächste Woche weitergehen wird. :)
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon MetalSnake » 24.10.2017, 09:46

Die Serie kommt offenbar sehr gut an. Es wurde schon nach 6 Folgen die nächste Staffel bestellt. https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 68740.html
Ich hab bisher nur die ersten 3 gesehen aber die Aussage dass Discovery nicht mehr viel mit der ursprünglichen Star Trek Philosophie zu tun hat wird da schon sehr deutlich. Werde zwar weiter gucken, aber wenn The Orville, wie im Artikel erwähnt, tatsächlich mehr dieser ST Philosophie folgt muss ich mir die unbedingt angucken. Hat die hier schon wer gesehen?
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 24.10.2017, 20:33

The Orville wird von den TNG-Hardcore-Fans, für die die ST-Serien der 90er das einzig wahre Star Trek ist, ziemlich gehypt. Hab mir vor einiger Zeit mal ca. das erste Drittel der Pilotfolge angeschaut, dann aber irgendwie keine Lust mehr gehabt weiterzuschauen. Mir waren die Witze etwas zu plump und vom Design her wurde mir persönlich auch zu viel an TNG & Co. angelehnt, was wohl daran liegt, dass Seth MacFarlane ein riesiger ST-Fan ist und damals bei ST:Enterprise in einer Folge auch eine Statistenrolle hatte. Allerdings finde ich, dass es der Serie dadurch auch etwas an eigener Identität. Will Star Trek sein, ist es aber logischerweise nicht. Wenn die Serie aber irgendwann mal auf Netflix oder Amazon Video erscheinen sollte, werde ich ihr eine Chance geben.

Bzgl. Star Trek: Discovery ... würde dir empfehlen weiterzuschauen. Gerade die letzten beiden Folgen (5 und 6), sind von der Grundthematik her meiner Meinung nach schon typisch Star Trek. Wo es in den ersten beiden Folgen noch um Weltraumschlachten geht, ging es in der letzten z. B. Folge (6) hauptsächlich um Charakterentwicklung. Außerdem gefällt mir, wie die einzelnen Charaktere eingeführt werden. Eine klare Schwarz- und Weißzeichnung der Charaktere bzw. den 100%igen Gut-Menschen (oder -Alien) gibt es bislang nicht. Wobei ich sagen würde, der Hauptcharakter Michael Burnham verkörpert trotz etwas steifer Haltung, was von der Erziehung auf Vulkan herrührt, den typischen Sternenflottenoffizier. Beim Captain habe ich bis jetzt auch eher den Eindruck, dass er zwar seine Probleme hat, die ihn belasten, aber im Grunde ein guter Kerl ist, aber mit seiner Art eben auch oft aneckt. Bislang finde ich es eigentlich sehr interessant, in welche Richtung sich die Serie entwickelt. Außerdem darf sie gerne etwas anders sein als, die USS Discovery ist kein normales Sternenflottenschiff und die Föderation in einer Kriegssituation. Positiv überrascht bin ich auch, dass quasi in jeder Folge irgendeine Referenz auf Dingen vorkommt, die man durch die früheren Serien weiß ... oftmals beziehen sich diese Referenzen natürlich auf TOS. Kleiner Mini-Spoiler: In der letzten Episode hat man z.B. in einem Nebensatz erfahren, dass
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die USS Enterprise, zur Zeit in der ST:Discovery spielt, bereits im aktiven Dienst ist und als Schiff der Constitution-Klasse offenbar zu den bedeutendsten Föderationsschiffen gehört, aber eben auch nicht das einzige ihrer Klasse ist
. Das stimmt auch mit dem überein, was man aus TOS weiß. :) Klar ist das auch Fanservice, aber stimmig eingebunden, weil solche Sachen nur nebenbei erwähnt werden und nicht glorifizierend dargestellt werden.
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon MetalSnake » 24.10.2017, 21:10

Also das zu The Orville klingt doch sehr gut. Werd ich mir mal angucken. :ok:

Ich werd ST Discovery schon noch weiter gucken, kam ich die letzte Zeit einfach nicht zu. Den Spoiler hab ich jetzt mal nicht gelesen. ;) Bin aber gespannt was da noch kommt. :)
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 14.01.2018, 12:54

Letzte Woche ging es ja bei Star Trek: Discovery weiter und die Serie wird zusehens "Trekiger". Die erste Staffel erinnert mich vom Aufbau her, also die Art wie die Story erzählt wird, ein wenig an die 3. Staffel Star Trek: Enterprise. Zwar folgt man einem roten Handlungsfaden, aber schweift dann doch in Nebenhandlungen etwas davon ab und hat durch schließlich doch hin und wieder eine Art Monster-/Problem-of-the-Week-Folgen drin. Ich hätte zwar nichts dagegen, wenn man sich zu 100% auf die Haupthandlung konzentrieren würde, aber der Kompromiss gefällt mir trotzdem sehr gut.

Was viele wohl vergessen haben, ist, dass die ersten paar Staffeln (so die ersten ein bis drei) der alten ST-Serien, die nach TOS kamen, i.d.R. auch nicht gerade das Gelbe vom Ei waren und man jedes Mal aufs neue merkte, die die jeweilige Serie erst noch ihren Weg finden musste, wodurch die späteren Staffeln umso besser wurden. Star Trek: Discovery macht da einen deutlich gefestigteren Eindruck und ist für mich daher auch eine der stärksten 1. Staffeln einer ST-Serie. Ich habe es zwar schon einmal erwähnt, aber wo ich wirklich positiv überrascht bin, ist, dass man bisher so viele Querverweise auf frühere ST-Serien (bzw. Dinge die dort passiert sind) eingebaut hat. Auch die erste Folge nach der Staffelpause zeigt das wieder überdeutlich.

Auch hier wieder ein Fall, wo ich die teils massive Kritik absolut nicht verstehe. ST:DSC ist durch und durch eine ST-Serie und hält sich meiner Meinung nach, was die Modernisierung der Erzählstruktur sogar noch ein wenig zurück. Paradox finde ich zudem, dass DS9 - DIE ST-Kriegsserie überhaupt mit teils arg nervigen Charakteren - in Fankreisen gefeiert wird, während man den Machern von ST:DSC vorwirft, dass sie sich nicht an die Friede-Freude-Eierkuchen-Welt zu halten, die Gene Roddenberry angeblich einmal vorgegeben hat. Dass der Krieg gegen die Klingonen aber bereits in TOS angesprochen wurde und dessen Auswirkungen sich quer durch die ST-Historie der ganzen Serien zieht (Neutrale Zone, kalter Kriegs bis zum Ende von STVI, eher schlechtes Verhältnis zwischen Föderation und Klingonischen Imperium bis in die "Neuzeit" von TNG & Co. hinein, usw.). Eigentlich nur logisch, dass man den Konflikt irgendwann mal näher beleuhten würden. Außerdem scheinen die Klingonen in Fan-Kreisen auch immer noch sehr beliebt gewesen zu sein, aber allein durch Worf in TNG und DS9 war die Spezies aber schon ziemlich ausgelutscht,... vermutlich daher auch das neue Design um sie wieder etwas interessanter zu machen ... was bei mir aber sogar funktioniert hat (fand die mittlerweile relativ langweilig, aber durch den neuen Look wirkt das Ganze wirklich etwas frischer).

Tjo,... 25 Jahre haben sich die Fans selbst Erklärungen zurechtgelegt, wieso die Klingonen seit dem ersten ST-Kinofilm von 1979 anders aussehen als in TOS, bis ST:ENT die offizielle Erklärung geliefert hat. Dann muss man halt jetzt wieder selbst ein bisschen rumspinnen woran es liegen könnte, dass sie erneut anders aussehen, wenn es einen so sehr stört. Wie etwa "vielleicht sind die neuen Klingonen nur eine Zwischenform der durch die Genexperimente entstanden ist, auf den Weg vom menschlichen Erscheinungsbild hin zum "normalen" Aussehen wie man es seit ST:TMP und TNG & Co. her kennt. ;)

Wollte aber eigentlich nur schreiben, dass mir die Serie eigentlich ganz gut gefällt. Da ich mir in letzter Zeit einige der alten TOS-Kinofilme nochmal zu Gemüte geführt habe, muss ich sagen, dass das ST:DSC sehr gut ins Gesamtkonzept einfügt. Gerade auch, wenn man bedenkt, dass STVI eigentlich das Ende der großen Feinseligkeit zwischen Föderation und Klingonischen Reich darstellt. Da machen dann auch Aussagen wie "Wenn es irgendwann eine schöne neue Welt geben sollte, wird es für unsere Generation am schwersten sein darin zu leben." (klingonischen Kanzler Gorkon zu Kirk), immerhin war Kirk zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Krieges um die mitte 20, hat also seine gesamte Karriere hinweg mit "feindlichen" Klingonen zu tun. Aber ich gleite schon wieder in fanboyism ab. :D
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 12.02.2018, 21:25

Eben die letzte Folge der 1. Staffel zu Gemüte geführt. Gerade der Cliffhanger am Ende war super (Spoiler weiter unten). Freue mich jetzt schon sehr auf die 2. Staffel. Anonsten eigentlich auch ein guter Einstand für eine neue ST-Serie. :D

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Tolles Re-Design der Enterprise ... eine Mischung aus dem Design von TOS und dem Refit aus den ersten sechs Kinofilmen! :D
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon MetalSnake » 12.02.2018, 22:15

Ich habe gerade Folge 7 und 8 geguckt. Die siebte (T=Mudd²) fand ich klasse, ich mag einfach alles was mit Zeit zu tun hat. :D
Die 8. (Si Vis Pacem, Para Bellum) war auch nicht schlecht. So langsam steigt doch die Spannung wie es denn weiter geht, und wenn ich mir die Wertungen so angucke gehts mit Folge 9 ja steil bergauf. Ich hoffe das heißt nichts schlechtes (heutiger Massengeschmack ist ja schon unterste Kanone), aber da NegCon auch meint es wird noch besser bin ich mal zuversichtlich. :)
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 13.02.2018, 07:23

T=Mudd² war ohnehin eine typisch klassisches Thema, das in der Form sogar schon in einer TNG-Folge vorkam (Zeitschleife in der die Enterprise bei jedem Durchlauf explodiert und langsam kommen bestimmte Crew-Mitglieder dahinter, dass sie in einer Zeitschleife gefangen sind usw.). Wirkt daher innerhalb der Staffel ein bisschen wie ein Fremdkörper, aber war eine nette Hommage.

Nach Folge 8 kam übrigens die Staffelpause, ab Folge 9 schlägt die Serie eine etwas andere Richtung ein.
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon MetalSnake » 13.02.2018, 10:41

Ah, dachte die Pause kam nach Folge 9. Hatte mich bei der Wertung schon gewundert weil die 9. auch höher ist als die vorherigen (außer die ersten beiden glaub ich). Aber macht Sinn, die Folge 8 endete auch mit sowas wie einem Cliffhanger.

Jetzt wo du es sagst, erinnere ich mich an die TNG Folge und auch dass es in VOY auch eine Zeitschleifen Folge gab.

Bei TNG war es glaub ich so dass sie die Enterprise vor sich gesehen haben aber wohl noch nicht wussten dass es sie selbst sind. Bei VOY hab ich grad nur kleine Fetzen im Kopf, irgendwas war da, dass es irgendwelche Interferenzen aus vorherigen Schleifen gab oder sowas in der Richtung.
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 13.02.2018, 11:24

An die TNG-Folge kann ich mich auch nicht mehr so ganz gut erinnern, weiß nur noch, dass da gleich am Anfang die Enterprise explodiert ist (so als gewollter Schockeffekt :D). Bei VOY bin ich mir nicht sicher, hatte mir aber schon gedacht, dass es solche Zeitschleifengeschichten bei Star Trek sicherlich schon öfter gab. Aber wie gesagt, fand ich ganz nett, auch mal so eine klassische Folge dazwischen drin zu haben. :)

Bei Staffel 1 waren es erst 8 Folgen, dann Pause und anschließend die letzten 7 Folgen ... sind also insgesamt 15 Episoden. Vielleicht erhöhen die ja für die zweite Staffel die Episodenanzahl. Ich glaube die Serie läuft, auch wenn es (wie immer) einige Nörgler im Netz gibt, doch relativ erfolgreich. Aber ja, der Cliffhanger war deshalb da drin, auch wenn man sich als alter ST-Fans schon denken kann, was da jetzt los sein könnte. ;)
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon MetalSnake » 13.02.2018, 11:44

Rückblick auf die erste Staffel von Heise: https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 65409.html

Habs mir noch nicht durchgelesen da ich bei einem Rückblick stark davon ausgehe dass es dort einige Spoiler gibt. Aber für dich ja vielleicht ganz interessant. ;)
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 13.02.2018, 14:44

Da wird die komplette erste Staffel gespoilert. ;) Aber sie finden die Serie gut, auch wenn ich den Eindruck habe, die verwechseln ein paar Dinge.
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