Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

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NegCon
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 24.07.2017, 17:09

Wurde auch offen gesagt, dass man sich stilistisch an den neuen Filmen orientiert hat. Umso seltsamer, dass die Serie dann aber in der alten Zeitlinie angesiedelt ist. Die Wüste im Trailer müsste der Glutofen auf Vulkan sein, erinnert zumindest an eine entsprechende Folge in Star Trek: Enterprise, was das Ganze bestätigen würde, da 10 Jahre vor TOS Vulkan in der neuen Zeitlinie gar nicht mehr existiert.

Ich hoffe mal, dass nur der Trailer so übertrieben auf Action ausgelegt ist, um die neuen ST-Fans, die man durch die letzten Filme eingefangen hat, damit anzusprechen. Da mich der letzte Kinofilm auch positiv überrascht hat, warte ich jetzt erst mal ab, was aus der Serie wird.

Allerdings wäre es wohl passender gewesen, das Ganze zeitlich nach VOY/Nemesis anzusiedeln. Obwohl es 10 Jahre vor TOS sein soll, wirkt alles viel moderner als bei TNG und den folgenden Serien.

Schon irgendwie seltsam, dass The Orville (nimmt ähnlich wie Galaxy Quest damals Star Trek etwas auf die Schippe) mehr nach Star Trek aussieht, als die neue Star Trek-Serie:
https://www.youtube.com/watch?v=cMKECRnZe2U
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MetalSnake
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon MetalSnake » 25.07.2017, 07:52

Der Orville Trailer sieht aber auch nach Action aus. :ugly:

Da gabs doch mal noch eine Serie, die hatte im Namen nur paar Buchstaben getrennt von Doppelpunkten. Die Schauspielerin von Janeway spielte da auch mit... *grübel
Weißt du welche ich meine? Taugt die was?

NegCon hat geschrieben:Source of the post Ich hoffe mal, dass nur der Trailer so übertrieben auf Action ausgelegt ist, um die neuen ST-Fans, die man durch die letzten Filme eingefangen hat, damit anzusprechen.


Die jenigen die dann Star Trek aber nur wegen der Action gucken wären dann aber schwer enttäuscht, wenn die Serie richtig Star Trek werden würde. Dann würds schlechte Bewertungen hageln und dann wird auch das Ende der Serie nicht lange auf sich warten lassen...
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NegCon
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 25.07.2017, 12:44

MetalSnake hat geschrieben:Source of the post Der Orville Trailer sieht aber auch nach Action aus. :ugly:

Aber zumindest nicht so gezwungen "dark and gritty" wie vieles was heutzutage im Kino oder in Serien landet. Wirkt zumindest auf mich optisch von der Grundstimmung her positiver als die neue ST-Serie. ;)

MetalSnake hat geschrieben:Source of the postDa gabs doch mal noch eine Serie, die hatte im Namen nur paar Buchstaben getrennt von Doppelpunkten. Die Schauspielerin von Janeway spielte da auch mit... *grübel
Weißt du welche ich meine? Taugt die was?


NTSF:SD:SUV:: ;) Die ersten beiden Staffeln habe ich mir angeschaut. Eine Folge geht da nur gut 10 Min. Kann man also recht schön zwischendurch und nebenbei anschauen. Den Humor muss man halt mögen und es wird sich sehr viel über Krimiserien wie CSI oder NCIS lustig gemacht.

NegCon hat geschrieben:Die jenigen die dann Star Trek aber nur wegen der Action gucken wären dann aber schwer enttäuscht, wenn die Serie richtig Star Trek werden würde. Dann würds schlechte Bewertungen hageln und dann wird auch das Ende der Serie nicht lange auf sich warten lassen...

Auch wenn die erste Staffel der neuen Serie nur vergleichsweise wenig Folgen hat, glaube ich auch nicht, dass man da in jeder Folge rein vom Budget her ein großes Action-Feuerwerk abhalten kann.

Ich bin mir allerdings auch etwas unsicher, welche Zielgruppe man mit der neuen Serie ansteuern will. Mir kommt es aktuell so vor, als ob man mit dem Production Design die Fans der neuen Kinofilme anlocken will, während man die alten Fans mit der Tatsache ködern will, dass die Serie in der alten Zeitlinie angesiedelt ist. Ob das klappt bleibt abzuwarten. Bin da eher skeptisch, ob beide Fan-Bases vereinbar sind. Star Trek Beyond hat mir und einigen anderen Alt-ST-Fans überraschend gut gefallen, während die beiden Vorgängerfilme nicht so gut bei uns ankamen... das gleiche Phänomen kann ich auch im Internet verfolgen. Star Trek 2009 und Star Trek into the Darkness (Letztgenannten finde ich sogar äußerst schwach und stellenweile unfreiwillig komisch) kamen hingegen bei den neuen ST-Fans deutlich besser an. Daher scheint wohl das was die alten ST-Fans wollen und das was die neuen ST-Fans möchten nicht wirklich kompatibel miteinander zu sein.

Was mich persönlich aber fast am meisten stört ist folgendes. Bei den alten Serien war man immer sehr darum bemüht, dass das Design jeder Serie innerhalb der Reihe im Canon war. Selbst das 60-Jahre-Set-Design von TOS, das vom heutigen Standpunkt schon arg antiquiert ist, wurde bis zuletzt in Star Trek: Enterprise als gegeben angesehen und dort auch zuletzt nochmal bestätigt (imo sogar recht gut integriert), auch wenn man sich natürlich darüber streiten kann, ob ST:ENT nicht zu modern als Prequelserie für TOS aussieht (aber kann man sich schon zurechtbiegen). Star Trek: Discovery, das 10 Jahre vor TOS spielen soll, passt nun aber so gar nicht mehr ins Bild und dürfte wohl mit der Tradition brechen. Auch dass den Klingonen ein äußerst starkes Redesign verpasst wurde, finde ich nicht so toll. Eine generelle Verbesserung der Maske, ohne dass man am Design so starke Änderungen vornimmt, wäre mir lieber gewesen. Aber gut, die Andorianer in TOS, TNG (dort sah man nur einen auf dem Holodeck) oder als Statisten in ein paar ST-Filmen, sahen auch noch etwas anders aus als die in ST:ENT (die dort dank modernerer Maskentechnik imo sogar optisch recht gut wirkten), so ist es jetzt wohl auch mit den Klingonen.

Wobei mir schon klar ist, dass ein Design-Sprung bei ST schon längst überfällig ist. Ich bin da jetzt auch relativ offen, auch wenn's vielleicht nicht ganz so klingt. Schade ist halt nur, dass durch die starke Änderung des Grunddesigns die Wirkung einiger Dinge stark verpufft. Ein gutes Beispiel für mich ist hier Harry Mudd im neuen Trailer. Den Charakter kennt man zwar aus wenigen Folgen TOS (glaub zwei oder so), aber da das Umfeld jetzt komplett anders aussieht, der Charakter von einem anderen Schauspieler gespielt wird und meiner Erinnerung nach auch die Kleidung die er in der alten Serie trug, etwas anders wirkte, hätten die den Charakter von mir aus auch gar nicht auftauchen lassen brauchen. Was ich höchstens interessant finden würde, wäre z. B. eine Zeitreisefolge, in der beispielsweise Worf in der neuen Serie auftaucht. Weil es schon nett wäre, den mit neuer Klingonen-Maske zu sehen. ;) Da ST:Discovery aber ohnehin eine fortlaufende Handlung erzählt und es fraglich ist, ob Zeitreisen fürs erste überhaupt noch ein großes Thema sein werden, glaube ich nicht, dass da so schnell alte Charaktere auftauchen werden. Höchstens vielleicht William Shatner als Opa-Kirk. ;)
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Re: Star Trek: Discovery (Neue Serie 2017)

Beitragvon NegCon » 26.09.2017, 09:19

Gestern war's dann endlich soweit, die ersten beiden Folgen wurden auf Netflix online gestellt. Bisher finde ich das Ganze ziemlich in Ordnung. Als alter Star-Trek-Fan muss man zwar ein paar Kompromisse eingehen (neues Klingonen-Design, Set-Design nicht mehr mit TOS vereinbar, generelle Modernisierung bzgl. der Machart der Serie, ziemlich Action-orientiert), aber die vielen kleinen Anspielungen und Verweise auf Dinge, die man aus früheren ST-Serien kennt versöhnen einen doch mit der neuen Serie und zeigen, dass man sich schon bemüht zumindest inhaltlich den Canon einzuhalten. Auch wenn z.B. die Klingonen jetzt anders aussehen und einen etwas anderen Kleidungsstil haben, benehmen sie sich im Grunde so, wie man sie kennt. Es wird von Kahless und Sto'Vo'Kor gesprochen und man kämpft mit Bathlets, so wie man es u.a. durch die Storylines mit Worf her kennt. Außerdem wird auf Menschen, Vulkanier, Andorianer und Tellariten geschimpft, die ja die Gründungsmitglieder der Föderation sind usw. Auch andere Details, wie z.B. dass ein älteres Föderationsschiff mit alter Transportertechnologie arbeitet oder wie aus ST:ENT bekannt, mit Phasenkanone anstatt Phasern schießt, sind nette Details aka Nerdkram am Rande die man einfach so beiläufig mitbekommt.

Wer die alten Star-Trek-Serien und -Filme kennt, dem dürfte nach den ersten zwei Folgen vermutlich schon klar sein, um was sich die Serie scheinbar drehen wird. Für alle Anderen schreibe ich es mal in einen Spoiler. ;)
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Star Trek: Discovery behandelt offenbar die Auseinandersetzung zwischen Klingonen und Föderation, die ein paar Jahre dauern wird und in anderen Serien bereits angesprochen wurde. Aus diesem Konflikt entsteht später auch die neutrale Zone, die es bereits bei TOS gab und eine Art kalter Krieg, der erst in Star Trek VI sein Ende fand.


Ein paar Sachen fand ich etwas aufgesetzt, wie etwa die Kindheitserinnerungen die als Rückblende eingefügt wurden und dass der weibliche Hauptcharakter bei Sarek auf Vulkan aufgewachsen ist. Ich hätte es glaube ich sogar besser gefunden, wenn ihr Ziehvater irgendein Vulkanier gewesen wäre und nicht schon wieder Spocks Vater. Das wirkt, wie schon erwähnt, arg aufgesetzt und ist zumindest bis jetzt von der Story her auch völlig irrelevant, dass es Sarek ist.

Ansonsten ist das Intro äußerst gewöhnungsbedürftig und die Titelmusik finde ich, bis auf die die TOS-Anspielung am Anfang und Ende, auch nichts besonders. Da waren die Stücke der alten Serien irgendwie einprägsamer.

Die Hardcore-TNG-Fans regen sich zwar im Internet schon wieder über die Serie auf, aber die fanden ja auch schon ST:ENT doof, weil's ein Prequel war. ;) Ironischerweise kann man Star Trek: Discovery als Fortsetzung zu Star Trek: Enterprise betrachten, die 100 Jahre später stattfindet. Ähnlich wie damals TNG eine Fortsetzung zu TOS war und ebenfalls 80 bis 100 Jahre später spielte.

Bin auf jeden Fall schon gespannt, wie es bei Folge 3 nächste Woche weitergehen wird. :)
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